Moers: Regen kürzt Haldenkonzert ab
VON SIMON PAKE - zuletzt aktualisiert: 09.08.2010Moers (RPO). Eine Stunde früher als geplant war am Samstag das Musikfest "Made in Moers" auf der Halde Rheinpreußen zu Ende. Immerhin 700 Gäste hörten "Halber Liter" und Superstitious zu.
Von der Halde Rheinpreußen strahlte am Samstagabend nicht nur das Licht der Landmarke herab, sondern auch die flackernden Lichter einer Bühnenshow. Dazu kamen die rockigen Töne der beiden Gruppen Superstitious und Halber Liter. Unter dem Motto "Made in Moers" lockten die beiden Gruppen seit dem späten Nachmittag rund 700 Leute auf die Halde. Mit einer kilometerweiten Aussicht wurden die Musikfreunde nach dem steilen Aufstieg belohnt. Vor dieser Kulisse war das Konzert für viele ein besonderes Erlebnis.
Die Cover-Kings
Gerade die schon über 25 Jahre etablierte Band "Halber Liter" lockte viele Besucher nach oben. Mit dem Ex-Extrabreit-Bassisten Michael Grimm, der bei "Halber Liter" als Frontmann fungiert, coverte sich die Gruppe durch die Rockmusikgeschichte. Beatles, Rolling Stones, Alanis Morisette und Lenny Kravitz gehören genauso zum Repertoire der Gruppe wie The Police und Simply Red. Pech hatten die fünf Musiker mit dem Wetter. Statt bis Mitternacht wurde nur bis 23 Uhr gespielt. Ein heftiger Regenschauer verjagte die meisten Zuschauer von der Halde.
Technoparty
Seit 2008 findet auf der Halde Rheinpreußen die Veranstaltung "Luft und Liebe" statt. Vor allem junge Leute zieht die Veranstaltung, die mit elektronische Musik aufwartet, an. Die Techno-Party fand auch am Sonntag statt, hatte allerdings genau wie das Rockkonzert mit viel Regen zu kämpfen.
Immer wieder Regen
Mit dem Regen hatte auch Superstitious seine Probleme. Zwischendurch schauerte es immer wieder. Das waren aber nur kurze Wasserattacken, die das Publikum mutig aushielt. Zur Sicherheit wurden die Boxen in Plastikfolie eingehüllt. Superstitious coverten vor allem moderne Lieder. Vieles, was aktuell in den Hitlisten oben steht und ein bisschen rockig ist, gab es am Samstagabend zu hören. Den Spaß ließen sich die Musikfreunde trotzdem nicht nehmen. "Es ist außergewöhnlich hier oben. Das gefällt mir sehr gut", lobte Petra Sperling aus Moers.
Nicht wenige Besucher nutzten den Ausblick der Halde und setzten sich, wenn sie eine kleine Pause brauchten, auf die Wiese und schauten über das Ruhrgebiet. Für den Veranstalter, die Agentur Prosalto aus Düsseldorf, war das Rockkonzert ein Experiment. "Seit drei Jahren machen wir hier oben schon Veranstaltungen", sagt der Veranstaltungsleiter Uwe Struck von Prosalto.
"Luft und Liebe" richtet sich mit seiner elektronischen Ausrichtung aber an ein anderes Publikum. Es fand gestern ab 12 Uhr direkt im Anschluss an das Rockkonzert statt. "Mit "Made in Moers" richten wir uns eher an ein Ü-30-Publikum", sagt Struck. Mit der Stimmung auf der Halde sei er zufrieden, das Wetter bereitete aber auch ihm Kopfzerbrechen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




