Moers: Schnitzeljagd mit GPS-Daten
VON CHRISTIAN SCHROEDER - zuletzt aktualisiert: 27.05.2010Moers (RPO). Geocaching, das Suchspiel, wird heute im Awo-Funhouse in Schaephuysen
angeboten. Es geht darum, über Satelliten-Koordinaten einen versteckten Schatz zu finden.So funktioniert es
Geocaching beruht auf der Satellitennavigation GPS (Global Positioning System), das von den USA eigentlich für Kriegszwecke entwickelt wurde. Der Cache-Behälter sollte vor allem stabil und wasserdicht sein. Am besten geeignet sind stabile Gefrierdosen oder auch Munitionskisten.
Schaephuysen Patrick schaut sich um. "Vielleicht kann man den Schatz ja schon so irgendwie entdecken." Sein Blick schweift über das weitläufige Gelände des Awo-Bahnhofs. "O nein", meint die Mitarbeiterin. "So leicht haben wir es euch nicht gemacht. Ohne Navigationsgerät werdet ihr das Gesuchte nicht finden." Patrick und die anderen Jungen, die an diesem Nachmittag zum Kinder- und Jugendtreff gekommen sind, bereiten sich auf das Spiel "Geocaching" vor. An diesem Tag soll erst mal eine Art Generalprobe stattfinden. Heute wird es rund ums Awo-Funhouse in der Pastoratstraße in Schaephuysen auf Geocaching-Tour gehen.
Mit Navigationsgerät
Was das ist? Das Wort setzt sich zuerst einmal aus zwei Teilen zusammen: Geo heißt bekanntlich Erde, "cache" ist englisch und meint "geheimes Lager". Gesprochen wird das Wort entweder wie "Dschiokäsching" oder auch wie "Geokäsching". Geocaching ist sozusagen eine moderne Schnitzeljagd, die auf die Unterstützung von GPS-Daten zurückgreift. Die Suchenden haben keine Papierskizze mehr oder werden durch sichtbare Zeichen am Wegesrand geleitet, sondern nutzen eine Art Navigationsgerät. Die verwendeten GPS-Empfänger sind Geräte, die Positionssignale des Satellitensystems GPS empfangen und auswerten. Am Anfang des Spiels bekommen die Mitspieler die GPS-Daten genannt, an denen der Schatz versteckt worden ist.
Eintrag ins Logbuch
Der Schatz oder das geheime Lager, das können Dosen voller kleiner netter Dinge sein. Manchmal ist auch ein Notizbüchlein dabei, das Logbuch. Darin stehen Daten anderer Schätze. Finder merken sich die Koordinaten und nutzen ihr GPS-Gerät, um diese Schätze zu finden.
Dann wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose ausgetauscht, der Besuch geloggt und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt – für den nächsten. So machen's die Profis, die sich teilweise im Internet verabreden und die anderen Teilnehmer gar nicht kennen, zumindest nicht physisch. Das ist bei der Awo Rheurdt anders. Es sind keine Profis am Werk, sondern Kinder. Der Schatz wird heute nicht weit vom Awo-Funhouse entfernt versteckt. Los geht es heute um 16 Uhr, mitmachen können Kinder ab sieben Jahren. Einfach hinkommen, vorherige Anmeldung ist nicht nötig.
Info Awo-Funhouse, Begegnungsstätte Schaephuysen, Pastoratstraße 2 (direkt am Bürgermeister-Beelen-Platz), telefonische Information gibt es unter Tel. 0 28 45 69 43 7.
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