Kamp-Lintfort: Schönere Plätze gibt es nicht
VON TOBIAS KLEINEBRAHM - zuletzt aktualisiert: 14.07.2007Kamp-Lintfort (RPO). Heute und morgen findet die Aktion „Offene Gartenpforte“ statt. Im Grafschafter-Gebiet öffnen fünf Gartenbesitzer ihre Sommeroasen für die Gäste. Auch Ursula Adams macht mit.
Auf den ersten Blick würde wohl niemand vermuten, welches Kleinod sich hinter dem kleinen schwarzen Metallzaun hinter dem Adamshof in Kampf-Lintfort verbirgt. Zwei hundert Jahre alte Magnolienbäume thronen imposant über dem Gelände und geben erst beim Näherkommen den Blick frei auf den fast 1 500 Quadratmeter großen Garten hinter dem alten Bauernhaus.
Früher Nutzgarten
Das ist das Reich von Ursula Adams. Schon als Kind spielte und arbeitete die heute 51-Jährige hier im Schatten der Bäume, die ihr Großvater im Jahr 1911 gepflanzt hatte. Heute genießt sie es – wenn nicht gerade wieder etwas zu tun ist im Garten – einfach im Liegestuhl auf der Wiese unter den Bäumen die Seele baumeln zu lassen. „Früher war das Meiste hier Nutzgarten“, erinnert sich Ursula Adams.
Offene Gartenpforte
Beteiligte Stiftung Schloss Dyck – Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur; die rheinischen Gartenbauverbände; die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur. Kooperationspartner Die kommunalen Gartenämter
Weil der ihr aber auf Dauer zu viel Arbeit machte, weitete sie nach und nach den Ziergarten immer mehr aus und gestaltete hier über die Jahre einen Ort, der immer wieder zur Ruhe und Entspannung einlädt. Wer den Garten durch das hölzerne Passionsblumenspalier betritt, wird zumindest im Frühjahr von Dutzenden Krokussen begrüßt, die dann überall aus der Wiese sprießen. Dahinter plätschert ein kleiner Bachlauf bis zu einem Teich, in dem sich Blau- und Goldorfen zwischen den Seerosen tummeln. Auch hier lädt hinter einer kleinen Bücke eine Sitzbank zum Verweilen ein. „Ein Bekannter hat sogar mal versucht, im Teich zu angeln, als hier über 70 Fische drin waren – das hat aber nicht funktioniert“, sagt Ursula Adams. Auch auch den Fischreiher war kein Verlass, so dass nun zwei kleine Barsche den Fischbestand im Teich auf natürliche Weise begrenzen. Wann immer ihr der Job als Diplom-Agraringenieurin bei der Landwirtschaftskammer die Zeit lässt, ist Ursula Adams hier in ihrem Garten. Fast wie ein Labyrinth ziehen sich schmale Wege zwischen den farblich genau abgestimmten Beeten durch den ganzen Garten. „Hier sitze ich oft, um ein Buch zu lesen oder mit meinen Geschwistern Kaffee zu trinken.“
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