Neukirchen-Vluyn: Sogar das Wetter märchenhaft
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 06.07.2009Neukirchen-Vluyn (RPO). Beim fünften Märchenfestival in der Dong traten die besten der besten Märchenerzähler auf. Für das kleine Geschenk sorgten die Veranstalter, der Neukirchener Erziehungsverein und die Werbe- und Marketingagentur wbp.
Es war einmal eine Mühle in der Dong, die jedes Jahr am ersten Juliwochenende eine märchenhafte Ausstrahlung hatte. Tausende pilgerten mit Kind und Kegel dorthin und ließen sich von den Geschichten aus aller Herren Länder verzaubern. Dann fuhren sie wieder nach Hause und warteten geduldig auf den Monat Juli im nächsten Jahr.
Das ist der Anfang einer Erfolgsgeschichte. Diesmal erlebten die Gäste etwas Besonderes. Passend zum fünfjährigen Bestehen des Märchenfestivals für Jung und Alt gab es ein Wiedersehen mit den Besten der Besten.
Das sind die Gewinner, die bei den letzten vier Festivals von der Fachjury und dem Publikum für ihre Geschichten prämiert wurden. 16 Erzählerinnen und Erzähler traten an und zogen in Windeseile die Zuschauer in ihren Bann. So wie der weiße Afrikaner Tormenta Jobarteh und seine 21-saitige Kora mit Geschichten aus Gambia.
6. Märchenfestival
Beim diesjährigen Märchenfestival gab es keine Jury, sondern einfach nur Geschichten satt. Der Reinerlös des Festivals kommt der Arbeit des Erziehungsvereins zu gute.
Im nächsten Jahr, am 3./4. Juli 2010, treiben es die Kobolde, Spinnenfrauen, Zauberlehrlinge und Hexenmeister wieder bunt auf dem 20 000 Quadratmeter großen Gelände.
Die Besucher saßen den Erzählern zu Füßen und vergaßen alles um sich herum, wenn beispielsweise Katharina Ritter in der ihr eigenen spannenden Art vom dummen Dummling erzählte oder verriet, wie die Eisbären entstanden sind. Gabi Altenbach faszinierte ihr Publikum auf der Mühlenwiese mit Geschichten über wilde Mädchen und freche Buben.
Weiteres Highlight: Beide luden zur Märchenwanderung ein. Elisabeth Nieskens und ihre Lamas fehlten nicht, wie auch Suse Weiß mit Geschichten aus dem rauen Norden. Erzähler Kai mit Märchen aus seiner Heimat Österreich drehte manchmal einfach den Spieß um und holte sich aus dem Publikum Erzählfreudige. "Zwei Tage lang wieder Kind sein dürfen. Das tut richtig gut", freute sich eine ältere Besucherin, die mit ihren Enkelkindern unterwegs war.
"Das Märchenfestival ist für uns ein absolutes Muss", meinte ein weiterer Gast. Und es gibt bereits die jungen Besucher, die zu Hause genau planen, an welchen Stationen sie Halt machen wollen. Alle acht Erzählstätten waren dicht umlagert, das Publikum ließ sich nichts entgehen.
Im Dörfchen Kulinaria, das der Förderverein Große für Kleine eröffnet hatte, gab es eine leibliche Stärkung. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für erfrischende Getränke namens Froschkönig oder Sternenhimmel und spontan für ein schattenspendendes Zelt. Alles in allem, präsentierte sich die Dong in einem märchenhaften Zustand.
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