Moers: Sparkasse baut Stellen ab
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 27.02.2009Moers (RPO). Die Sparkasse Duisburg-Kamp-Lintfort wird bis 2012 rund 130 Arbeitsplätze abbauen, um Personalkosten zu sparen. Dennoch habe man sich in der Krise gut behaupten können, erklärte der Vorstand bei der Bilanz-Vorstellung.
Weniger Sponsoring
Auch beim Sponsoring wird die Sparkasse künftig kürzer treten. 2008 wurden 3,48 Millionen Euro für Spenden und Sponsoring ausgegeben. Unter anderem wurden der Duisburger Zoo, der Kinder- und Jugendtisch, der FCR 2001, der TuS Lintfort, das Traumzeitfestival, die Duisburger Akzente, die Duisburger Stadtbibliothek und das Ka-Liber gefördert.
Kamp-Lintfort/Duisburg Das System Sparkasse funktioniert: Noch vor zwei Jahren gab es viel Kritik an den öffentlich-rechtlichen Bankinstituten. "Die ist jetzt verstummt", erklärte Hans-Werner Tomalak, Vorstandschef der Sparkasse Duisburg. "Was andere als Sturm oder Orkan wahrgenommen haben, war für uns nur ein Wind."
So waren Tomalak und seine Vorstandskollegen Claus-Robert Witte und Uwe Haddenhorst sowie der Abteilungsleiter des Vorstandssekretariats, Thomas Weiß, mit den wichtigsten Kennzahlen des Jahres 2008 durchaus zufrieden. Die Bilanzsumme von 5,6 Milliarden Euro blieb im Rahmen des Vorjahres, das Betriebsergebnis von 52,4 Millionen Euro (2007: rund 58 Millionen) fiel etwas geringer aus.
Rückläufige Margen
Das haftende Eigenkapital von 18,6 Prozent (Vorjahr: 16,2 Prozent) zeige, wie kerngesund die Sparkasse sei, so Tomalak. Vorgeschrieben ist ein Eigenkapital von mindestens acht Prozent. "Den Krediten in Höhe von 3,4 Milliarden Euro stehen Kundeneinlagen in Höhe 4,3 Milliarden gegenüber. Damit sind wir nicht auf den Kapitalmarkt angewiesen", so Witte. Probleme bereiten der Sparkasse, die in 66 Filialen, davon vier in Kamp-Lintfort, insgesamt rund 232 000 Privatkundenkonten und immerhin noch fast 428 000 Sparbücher betreuen, die staatlichen Schutzschirme für andere Banken.
Wer Geld vom Bund bekomme und gleichzeitig mit Prämien für kostenlose Girokonten arbeite und nicht marktgerechte und betriebswirtschaftlich nicht vertretbare Konditionen für den Mittelstand und bei Termineinlagen werbe, verzerre den Wettbewerb.
Letztlich, so Tomalak, müsse die Sparkasse sich diesen Konditionen anpassen. Das habe rückläufige Margen zur Folge, die die Ertragslage beeinträchtigten. So fiel der Bilanzgewinn auf 5,1 Millionen Euro (2007: 5,4 Millionen) zurück. Gut gelaufen seien dagegen Autofinanzierungen, Riesterverträge und Dekafonds.
Größte Investition mit rund 24 Millionen Euro ist der Umbau des Kuhlenwall-Karrees, das wie berichtet bis 2011 aufwändig umgebaut werden soll. In diesem Zusammenhang werden 40 Mitarbeiter von Duisburg dauerhaft nach Kamp-Lintfort versetzt.
103 Azubis
Das Gebäude an der Kamperdickstraße wird dann wieder komplett genutzt. Zuletzt hatte die Sparkasse insgesamt 1439 Beschäftigte (minus 25 gegenüber 2007), davon 103 Auszubildende. Bis 2012 sollen weitere 130 Mitarbeiter im Wege der nomalen Fluktuation abgebaut werden
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