Moers: SPD wirbt um Vertrauen für Ballhaus
VON DIRK MÖWIUS - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Moers (RP). Mit einem offenen Brief hat die Spitze der Moerser SPD am Wochenende ihre Rückendeckung für Norbert Ballhaus betont. Das beabsichtigte Abwahlverfahren sei "vollkommen überzogen und nicht angemessen", heißt es in dem Schreiben.
Ähnlich hatte sich Mark Rosendahl schon auf der Versammlung des Ortsvereins Rheinkamp positioniert. Das Besondere an dem Brief, der an alle Mitglieder ging: Neben den aktuellen Funktionsträgern Siegmund Ehrmann (Stadtverbandsvorsitzender) und Karl-Heinz Reimann (Fraktionsvorsitzender) und den drei Ortsvereinsvorsitzenden Ibrahim Yetim (Moers), Mark Rosendahl (Rheinkamp) und Gerd Hüsch (Kapellen) schließen sich auch frühere SPD-Spitzenleute der Erklärung an.
So machen sich Elke Talhorst (langjährige Landtagsabgeordnete), der frühere Bürgermeister Wilhelm Brunswick, der ehemalige Bundesminister Dr. Jürgen Schmude, Rudolf und Christel Apostel (ehemaliger Landtagsabgeordneter und ehemalige stellvertretende Landrätin) sowie Hartmut Schulz (Sparkassendirektor a. D.) für Ballhaus stark. In dem Schreiben wird eingeräumt, dass der Bürgermeister bei der Vergabe der Gutachtenaufträge an den Anwalt Lothar Vauth "handwerkliche Fehler" gemacht habe. "Diese Mängel hat Norbert Ballhaus zugegeben und bedauert."
Der Rat habe ihn – auch auf Antrag der SPD-Fraktion – dafür gerügt. Ein Zusammenhang zwischen den Aufträgen und der Wahlkampfspende von Vauth sei nicht zu erkennen. In Sachen Sportzentrum Rheinkamp habe Ballhaus der Sicherheit Vorrang gegeben. Ein Abwahlverfahren sei "für besonders außergewöhnliche Situationen" vorgesehen. Die SPD bittet alle Bürger, Norbert Ballhaus weiterhin ihr Vertrauen zu schenken.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




