Neukirchen-Vluyn: Stadt baut für junge Familien
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 26.06.2010Neukirchen-Vluyn (RPO). Auf dem Geländer der ehemaligen VHS und Musikschule an der Barbarastraße in Neukirchen entstehen elf Einfamilienhäuser. Die CDU im Rat hatte dieses Projekt mit Nachdruck gegen einigen Widerstand durchgesetzt.
Wo im vergangenen Jahr noch Gitarren-Unterricht und Fremdsprachenkurse gegeben wurden, schaffen jetzt Bagger Platz für ein Bauprojekt, dessen erfolgreiche Durchsetzung sich die CDU nicht ohne Stolz auf ihre Fahnen schreibt. Auf dem Gelände der ehemaligen VHS und Musikschule an der früheren Mentorstraße (jetzt Barbarastraße) entstehen auf elf Grundstücken, die von der Stadt selbst vermarktet werden, Einfamilienhäuser. Die Grundstücke gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, denn schon jetzt sind acht Grundstücke verkauft, für zwei weitere gibt es Interessenten. Der Grundstückspreis beträgt 170 Euro pro Quadratmeter. Dieser Preis reduziert sich um sechs Euro pro Quadratmeter, wenn Kinder unter 18 Jahren zum Haushalt gehören.
Beschleunigtes Verfahren
"Genau das haben wir beabsichtigt. Wir wollten einen Anreiz für junge Familien bieten", so Günther Fesselmann, Pressesprecher der CDU-Fraktion, gestern vor Ort. Man habe das Projekt gegen den Widerstand der SPD durchgesetzt und dafür gesorgt, dass es im so genannten beschleunigten Verfahren umgesetzt wurde. Das SPD-Argument, man mache mit dem Bauprojekt auf dem VHS/Musikschul-Gelände den Bauplänen auf dem Niederberg-Areal Konkurrenz, lassen die Christdemokraten nicht gelten. "Wir haben lange mit ansehen müssen, dass auf Niederberg nichts lief und auf Planungsfortschritte gewartet. Dann war der Punkt gekommen, dieses Projekt anzupacken", so Fesselmann. Es sei sehr sinnvoll gewesen, nicht mehr in das alte Gebäude an der Mentorstraße zu investieren und stattdessen im Austausch die Zukunft der Diesterwegschule zu sichern, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Franzen.
Die Entlastung für die Stadtkasse betrage nicht weniger als 800 000 Euro, denn auch die notwendigen Aufwendungen in Höhe von 270 000 Euro würden zum Teil auf die Hauseigentümer umgelegt. "Das ist der Vorteil, wenn man selbst vermarktet. So wird es auch beim Bauprojekt an der Drüenstraße laufen, wo auch etwa zehn Wohneinheiten entstehen", betont Günther Fesselmann.
Auch der stellvertretende Bürgermeister und CDU-Ratsherr Kurt Best ist fest überzeugt davon, dass man mit dem Bauprojekten Mentorstraße/Drüenstraße zu den von der Stadt gesteckten strukturellen Zielen beitrage. "Wir wollen die Bevölkerungszahl stabil halten, indem wir attraktive Wohnbebauung für junge Familien schaffen".
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