Neukirchen-Vluyn: Steine im Weltall
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 22.03.2007Neukirchen-Vluyn (RPO). Spannung pur in der GGS Neukirchen-Süd: 15 Schüler hatten sich vorgenommen, weit über 3 000 Dominosteine nach einem raffinierten System umfallen zu lassen. Die RP war Zaungast der fernsehreifen Veranstaltung.
„Wann geht es endlich los?“ „Mann, Hoffentlich klappt das!“ „Da hinten steht ein Stein noch nicht richtig“. Die Spannung in der Gemeinschaftsgrundschule Neukirchen-Süd war gestern mit Händen zu spüren. 15 Schüler der Nachmittagsbetreuung konnten es kaum erwarten, dass endlich der erste Dominostein fällt. Zweieinhalb Wochen lang hatten sie für ihr Projekt geplant und gebaut, Stein für Stein mühsam aneinander gereiht. Dann war es endlich soweit, und Betreuerin Franziska Wadewitz kippte den ersten Stein.
Kettenreaktion
Großes Aufatmen. Die gewünschte Kettenreaktion setzte ein. Im von den Schülern liebevoll aus Legosteinen errichteten Fußballstadium glich das Fallen der Dominosteine einer La-Ola-Welle. Dann nahm die Reihe ihre Bahn durch einen Playmobil-Bauernhof mit Kühen, Schweinen und Pferden. „Mit diesen Materialien spielen die Kinder in der Nachmittagsbetreuung sonst auch. Wir haben uns einfach gedacht: Warum sollen wir die nicht ins Domino einbeziehen?“ verriet Franziska Wadewitz.
Die Idee
Die Projekt-Idee kam den Grundschülern, als sie den Domino-Day im Fernsehen gesehen haben. „Die haben das immer auf ihren Tischen nachgebaut“, so Wadewitz.
Überhaupt hatten sich die Grundschüler einiges einfallen lassen, um einen anspruchsvollen „Domino-Day“ auf die Beine zu stellen. Da gab es Brücken, Tunnel und Spiralen, die die Dominosteine zu überwinden hatten. Auch die Bandbreite der Themen konnte sich sehen lassen. Unter anderem schlängelte sich die Reihe der Steine durchs Weltall, eine Roboter-Szene und einen Zoo. Schulleiterin Tania Große-Pustar war begeistert. „Das habt ihr ganz toll gemacht. Auch, dass ihr alles so behutsam aufgebaut habt. Solch ein ruhiges Händchen hätte ich nicht gehabt.“
Ein Sonderlob gab’s für Maurice Franke, der die kritischen Stellen stets im Auge hatte und manchmal etwas nachhalf, wenn nicht ein Stein direkt fallen wollte. Anschließend wurde gezählt, wie viele Steine umgekippt waren. Franziska Wadewitz kam auf über 3 000. „Mal schauen, ob wir diesen Rekord im nächsten Jahr knacken können“, spornte Wadewitz die Schüler an.
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