Neukirchen-Vluyn: Stürmische Ballnacht
VON SIMON PAKE - zuletzt aktualisiert: 22.01.2007Neukirchen-Vluyn (RPO). Von wegen Ruhe nach dem Sturm: Die Löschgruppe Rayen-Vluynbusch-Hochkamer hatte zum Feuerwehrball eingeladen. Und so gab es nach der langen Kyrill-Nacht noch einmal einen Abend mit wenig Schlaf.
„Ein traditioneller Feuerwehrball, wo findet man den heute noch?“ Diese Frage stellte der Neukirchen-Vluyner Wehrführer Lutz Reimann am Samstagabend und konnte sich umgehend selbst die Antwort geben: In Rayen! Rund 200 Gäste kamen in die „Landschänke zur Grenze“ um gemeinsam mit den Blauröcken zu feiern. Dort lobte der Feuerwehrchef gerade im Hinblick auf den gerade vorüber gezogenen Orkan „Kyrill“ die Arbeit der Freiwilligen Helfer. „Ihr habt echt einen super Job gemacht!“
Speziell der Löschgruppe Rayen-Vluynbusch-Hochkamer, Ausrichter des Feuerwehrballs, wünschte er, dass sie am Brandschutztag am 6. Mai nicht nur ihr neues Löschfahrzeug, sondern auch endlich ihre neue Behausung präsentieren könne. Im Moment befindet sich das neue Gerätehaus noch im Bau und die Löschgruppe hat ihre Ausrüstung samt Fahrzeugen auf dem Hof eines Mitglieds untergebracht. Auch der stellvertretende Bürgermeister Kurt Best freute sich über die Arbeit Blauröcke. „Ich bin stolz und froh, eine solche Feuerwehr zu haben.“
Prinzenpaar verteilte Orden
Traditionell war auch die Neukirchen Vlü-Ka-Ge mitsamt Prinzenpaar Thomas I. und Melanie I., sowie gesamten Hofstaat zu Besuch. Löschgruppenführer Falk Schlüsener erhielt den Prinzenorden und sein Stellvertreter Hans-Wilhelm van Rechtern den Sessionsorden. Im Programm fanden sich außerdem noch ein Zauberkünstler sowie eine Bauchtänzerin. Für den musikalischen Teil des Abends sorgte das Duo „Markus & Willy“, schließlich war gute Musik für das Gelingen des Balls von essentieller Bedeutung. Das klappte auch und nach den Ansprachen war die Tanzfläche schnell bis zu später Stunde gefüllt. Mit dem Ball solle einfach Nachbarschaftspflege betrieben werden. Bürger und örtliche Vereine würden jedes Jahr eingeladen .
„Feuerwehr besteht eben nicht nur aus Retten, Löschen und Bäume sägen“, meint Schlüsener. Mit Letzterem hatten auch die Wehrleute aus der LG Rayen-Vluynbusch-Hochkamer kurz vor dem Ball noch genug zu tun. Die ganze Nacht von Donnerstag auf Freitag waren sie mit beiden Löschfahrzeugen genau wie so viele andere Wehren unterwegs um Sturmschäden, wie umgefallene Bäume, zu beseitigen. Die Planungen für das Fest am Samstag waren zum Glück schon vorher weitestgehend abgeschlossen.
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