Neukirchen Vluyn: Stufen, die nach oben führen
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 19.09.2006Neukirchen Vluyn (RPO). Die Firma „Aufmaß“ an der Merbisstraße im Grafschafter Gewerbepark Genend ist auf den Bau und die Restaurierung von massiven Holztreppen und Treppenhäusern spezialisiert.
„Aufmaß“
Die Firma Aufmaß ist 2002 zur Merbisstraße 19 im Grafschafter Gewerbepark Genend gezogen. Zwei Schreinermeister, ein Geselle, zwei Lehrlinge und eine Aushilfe gehören zum Team. Kontakt unter % 0 28 45/29 52 60.
Die Idee kam von einem Kunden aus Sevelen: Der Mann hatte in Italien in einem alten Haus eine wunderschöne Holztreppe entdeckt und fotografiert. Nach langer vergeblicher Suche und zahlreichen Absagen von Treppenbauern fand er schließlich bei der Firma „Aufmaß“ offene Ohren für sein Anliegen. „Wir haben ihm die Treppe gebaut und damit für uns selbst einen ganz neuen Geschäftszweig entdeckt“, erinnert sich Dirk Bednorz, der gemeinsam mit Mark Werner und Hartmut Röder die Geschicke der Firma leitet.
Die Kunden überzeugt
Über 20 Jahre lang hatte die Firma, die seit 2002 im Grafschafter Gewerbepark Genend ansässig ist, nur „ganz normale“ Treppen gebaut. Weil sich der Bau des Hauses in Sevelen verzögerte, lag die Treppe wochenlang in der Werkstatt und viele Kunden schauten sich das Prachtstück an. „Wir konnten viele davon überzeugen, in ihre alten Häuser oder Kotten nicht normale Treppen einzubauen, sondern von uns gefertigte neue Holztreppen, die wie alt aussehen“, erläutert Bednorz. Die Firma restauriert auch große alte Treppenhäuser. Die Holzstufen, die oft durch Bekleben mit Teppichboden oder durch Lackieren arg ramponiert sind, werden mit massiven Holzstufen im alten rustikalen Stil neu belegt. Auch Astlöcher und gewachsene Unregelmäßigkeiten im Holz gehören dazu. „Danach ist nicht zu erkennen, dass es sich um neue Stufen handelt“, sagt Bednorz.
Preise sind erschwinglich
Zurzeit baut die Firma zwei neue Treppen im alten Stil für ein altes Haus in Rheinhausen-Hochemmerich. Dort wurden im Zuge der Haus-Restaurierung zwei alte Treppen herausgerissen und sollen jetzt durch zwei historische Treppen ersetzt werden. Vor allem mit einem Irrtum will Dirk Bednorz aufräumen: „Die Leute meinen, der Bau einer neuen Treppe sei nicht zu bezahlen. Das ist falsch. Die Zeit ist heute das Geld. Eine Treppe ist schneller zu fertigen. Daher ist der Preis dafür auch durchaus erschwinglich.“ Eine der beiden neu gebauten Holztreppen liegt zurzeit noch in der Werkstatt. Auch jetzt erregt das Produkt handwerklicher Fertigkeiten wieder das Interesse der Kunden.
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