Neukirchen-Vluyn: Trauung im Museum
VON JUTTA LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 17.03.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). Am Samstag gaben sich Tanja und Arthur Wojtas als erstes Brautpaar im ortsgeschichtlichen Museum in der Kulturhalle in Vluyn das Ja-Wort. Das romantische Ambiente kommt vielen Heiratswilligen entgegen.
Platz für 100 Gäste
Bis zu 100 Gäste finden bei den Nostalgie-Trauungen im Obergeschossraum des ortsgeschichtlichen Neukirchen-Vluyner Museums Platz und kann auf dem Flur mit Sekt bewirtet werden.
Trauungen sollten stimmungsvoll und feierlich sein, und genau so waren sie im Neukirchen-Vluyner Standesamt auch immer, nur mit der Romantik hat es angesichts des eher zweckmäßig gestalteten Rathausbaues bisweilen ein wenig gehapert. Doch das soll sich jetzt ändern, denn neuerdings können heiratswillige Paare in Neukirchen-Vluyn – je nach ihrem Romantikanspruch – zwischen zwei Trauorten wählen: dem bisherigen Trauzimmer im städtischen Rathaus oder dem ortsgeschichtlichen Museum in der Kulturhalle am von-der-Leyen-Platz.
Idee stand im Raum
„Wir wurden bisher schon häufiger mal nach besonderen Räumlichkeiten für die Trauungszeremonie gefragt. Da kam es natürlich gut, dass unser Bürgermeister Bernd Böing gleichzeitig auch Vorsitzender des hiesigen Museumsvereins ist“, erklärte Standesbeamtin Barbara Zimmermann, während sie am Samstagvormittag ihr allererstes Hochzeitspaar in dem auch für sie neuen, historischen Ambiente erwartete. Ob denn Bernd Böing auch derjenige gewesen sei, der ursprünglich die Idee gehabt habe, wusste sie jedoch nicht mehr so ganz genau. „Die Idee dazu stand einfach irgend wann im Raum“, beantwortete statt ihrer Museumsleiterin Jutta Lubkowski die Frage. „Das Ganze hat doch etwas, oder?“
Das hat es in der Tat. Die beiden Brautleute, Arthur und Tanja Wojtas waren auf jeden Fall ganz begeistert von der Idee, sich ihr Ja-Wort zwischen den liebevoll zusammen getragenen und restaurierten Alltagsgegenständen des Vluyner Heimatmuseums zu geben, wobei sie allerdings erst später erfuhren, dass sie dabei die Ersten sein würden. „Das wussten wir gar nicht“, lachte Arthur Wojtas. Doch trotz der romantischen Himmelbettkulisse im Hintergrund und dem mit einer weißen Blütengirlande geschmückten Holztisch blieb die Museumstrauung ein ernster, verbindlicher Rechtsakt.
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