Neukirchen-Vluyn: Trommeln macht Kinder stark
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Neukirchen-Vluyn (RPO). 320 Trommeln sprechen mehr als tausend Worte – so das Fazit bei der Trommelzauber-Aktion, für die am Donnerstag Nachmittag die lokalen Helden der Tersteegenschule im Neukirchen-Vluyner Sport- und Freizeitzentrum Klingerhuf sorgten.
Bye, bye local heroes
Am heutigen Samstag wird bei Musik und Tanz Abschied gefeiert. Ab 15 Uhr ist das PZ des Stursberg-Gymnasiums, Tersteegenstraße 85a, Treffpunkt aller lokalen Helden in Neukirchen-Vluyn. Präsentiert werden Projekte und Ausschnitte aus den Workshops und Aktionen. JSG-Schüler zeigen ein buntes Programm aus Varieté, Parodie, Film und Literatur. Eintritt frei. Sonntag bringt Bürgermeister Lenßen den Staffelstab nach Hamminkeln.
Trommeln haben magische Kräfte, denn 320 Tersteegenschüler zeigten sich vor Publikum von einer kaum gekannten Seite. Bei ihrem Mitmachkonzert trommelten sie wie die Profis, zeigten Lebensfreude und ansteckende Begeisterung. Selbst die afrikanische Sprache war keine Hürde und ließ den Donnerstag nachmittag zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis werden.
Angefangen hatte alles mit einer Projektwoche, die die Grundschüler sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Der Kontinent Afrika stand im Mittelpunkt. "Wir haben viel über Afrika, die Menschen und ihr Leben gelernt. Dort leben noch viele wilde Tiere und es gibt verschiedene Musikrichtungen und Instrumente", so die knappe Bilanz des Viertklässlers Dominik Kanther, der selbst Schlagzeug spielt.
Der abschließende Aktionstag im Klingerhuf mit Johnny Lamprecht, der mit afrikanischem Trommelwirbel buchstäblich verzauberte, toppte alles. Drei getrennte Workshops standen auf dem Programm. Und es brauchte später nur kleine Handzeichen, mit denen Lamprecht den Rhythmus, Tanz, Musik und das Zusammenspiel aller 320 kleinen Trommler managte. Musik war ihre Sprache und gleichzeitig ihr Kraftspender. Denn Johnny Lamprecht und DJ Mr. Fofo schafften es, dass die Kinder konzentriert mitarbeiteten und zum Schluss den gemeinsamen Trommelzauber vor großem Publikum im Klingerhuf präsentierten. Da ging die Post ab und begeisterte auch die Zuschauer.
"Diese Musik geht sofort ins Blut und ist einfach das verbindende Element", freute sich Schulleiterin Angelika Hesse. Mit dabei war die Erstklässlerin Emma Kohl. "Sie hat Spaß ohne Ende", freute sich ihre Mutter Edith am Rande der Veranstaltung. Johnny Lamprecht hat vor gut 20 Jahren Afrika und seine Trommeln lieben gelernt. Schulen begeistert er heute, wenn er spielerisch mit afrikanischen Geschichten und Lebensweisheiten das Gemeinschafts- und Selbstwertgefühl der Kinder trainiert und sie buchstäblich zu kleinen Helden macht.
"Spür die Energie!"
"Die Trommel ist einfach ein starkes Mitmachinstrument, dem sich keiner entziehen kann", meint Schulleiterin Hesse. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von Enni (Energie Wasser Niederrhein) unter dem Motto "Trommelzauber, spür die Energie."
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