Moers: VHS wird 60 Jahre alt und entdeckt die Jungen
VON HERIBERT BRINKMANN - zuletzt aktualisiert: 25.01.2008Moers (RPO). Gestern gab es eine Frühschicht für das Team der VHS. Um 7 Uhr waren alle angetreten, um den Laster mit den angelieferten Programmheften zu entladen. „Ein tolles Engagement“, schwärmte VHS-Leiter Dr. Bernhard Schmidt. Für ihn ist es das letzte Programm, das er verantwortet. Anfang Juni wird er nach knapp 32 Jahren bei der Volkshochschule mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand gehen. Die Kursteilnehmer ruft er auf: „Nutzen Sie weiter diese schöne Einrichtung, die die deutschen Volkshochschulen nun einmal sind.“ Er selber wird das auch tun. Schmidt will vielleicht Russisch lernen oder den Kursus Fotografieren mit der Digitalkamera absolvieren.
„Seine“ VHS mit den beiden Standbeinen Moers und Kamp-Lintfort wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Mit einem Sektempfang, Saxophonmusik und ohne lange Reden feiert die VHS mit den Bürgermeistern beider Städte und geladenen Gästen am 19. Februar den 60. Geburtstag. Eine Feier für Teilnehmer und Dozenten folgt dann am 18. Mai mit einer Schifffahrt auf dem Rhein von Duisburg-Schwanentor nach Düsseldorf und zurück.
Die „alte“ VHS bleibt jung und bietet mit der „jungen VHS“ verstärkt Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene. So kommt Dota Kehr alias Kleingeldprinzessin mit ihrer Band aus Berlin am 11. April nach Moers. Und für die Kleineren gedacht ist „Ronja by night“, eine Mutprobe im Wald.
Aus Berlin kommt auch Seyran Ates, die türkischstämmige Anwältin, zu einem Vortrag über den „Multikulti-Irrtum“ in die Moerser VHS. Stolz ist Dr. Schmidt auch auf den Vortrag von Dr. Klaus Koschschmieder über Nicaragua und Peru. Der international bekannte Ausgräber und Alt-Amerikanist ist ein ehemaliger Moerser, der 1982 den Nicaragua-Arbeitskreis mitgegründet hat.
Keine Gebührenerhöhung
Das umfangreiche Programm bietet 150 Kurse für „Gesundheit und Bewegung“, 200 Sprachen-Lehrgänge und neue Angebote für die berufliche Bildung. Das neue Semester beginnt am 11. Februar. Anmeldungen über das Internet und per Post sind ab sofort möglich, persönlich in den Geschäftsstellen ab Montag. Erfreulich und heute nicht selbstverständlich: Die Gebühren werden nicht erhöht.
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