Neukirchen Vluyn: Von Bürgern für Bürger
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 13.11.2006Neukirchen Vluyn (RPO). Nicht nur St. Martin ist von der Idee begeistert: Die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn will soziale oder kulturelle Initiativen unterstützen. Der finanzielle Grundstock ist gelegt, die Satzung unterzeichnet.
Ein ziemlich rasantes Tempo legten die Gründungsstifter trotz bürokratischer Hürden an den Tag. Nur sechs Monate dauerte es von der Gründungsidee über die Konzeption bis zur Unterzeichnung der Stiftungs-Satzung. Ralf Lingrün Mitinitiator der Bürgerstiftung, freute sich am Martinstag über einen Grundstock von 50 000 Euro. Engagiert hatten sich Privatpersonen mit 1000 Euro und Firmen mit 5000 Euro. Geld, das von Bürgern für Bürger bestimmt ist und im Zeichen leerer Kassen Gemeinwesen und somit das Gemeinwohl stärken will.
Stadtsäckel soll herum gehen
Bürgerstiftung
Die Stiftung ist auf das Stadtgebiet von Neukirchen-Vluyn begrenzt. Weitere Infos gibt es bei Ralf Lingrün unter 01 71/ 53 70 312.
Aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals werden soziale oder kulturelle Initiativen und Projekte vor Ort finanziell unterstützt. Gutes tun für seine Stadt, heißt der Auftrag. „Was uns von der Stadt gegeben wurde, geben wir an die Bürger Neukirchen-Vluyns zurück“, beschrieb Ralf Lingrün die Zielsetzung. Aufgabe der ehrenamtlich arbeitenden Bürgerstiftung ist die Mittelbeschaffung. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten“ meinte er und erinnerte an private und geschäftliche Anlässe. Das Markenzeichen der Bürgerstiftung ist ein ausleihbares Behältnis in Form eines Stadtsäckels, das bei Feierlichkeiten aufgestellt und gefüllt werden kann.
Weitere Veranstaltungsarten wie Benefizkonzerte oder besondere Verkaufsaktionen sind bereits geplant. Dr. Klaus Hein, Präsident des Golfclubs Op de Niep und Gastgeber der Veranstaltung, ergänzte: „Das Golfspiel und der Stiftungsgedanke liegen nicht weit auseinander. Auch wir werden die Stiftung mit Leben füllen und Benefizturniere für die Bürgerstiftung organisieren“, versprach Dr. Klaus Hein. Da das Stiftungsgeschäft an Martini vollzogen wurde, ließ es sich der Heilige Martin nicht nehmen, sich während der offiziellen Gründungsmodalitäten ein Bild über das bürgerschaftliche Engagement zu machen. Mit Recht, denn als Martin im roten Mantel und Helm entpuppte sich der stellvertretende Bürgermeister Kurt Best. Begleitet wurde die Veranstaltung von Schülern der Musikschule.
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