Moers: Wachsamkeit ist ihr Job
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 11.07.2007Moers (RPO). Die Wach- und Alarmbereitschaft Niederrhein & Grenzland beschäftigt über 400 Mitarbeiter und bietet ein umfangreiches Service-Spektrum vom Objektschutz bis zur Aufzugbefreiung für Firmen und Privatkunden an.
Wer das Verwaltungsgebäude der Wach- und Alarmbereitschaft im Grafschafter Gewerbepark Genend betreten will, muss zunächst einmal in eine kleine Kamera schauen und einer netten Dame am anderen Ende der Sprechanlage Auskunft darüber erteilen, wer man ist und was man will.
Erst dann macht die Entriegelung der Drehtüre „klick“ und der Besucher ist willkommen. „Wenn wir jedem sofort Tür und Tor öffnen würden, wäre dies unserem Image gewiss nicht zuträglich“, sagen Klaus Dirr und Michael Smerz, die als geschäftsführende Gesellschafter die Geschicke des Unternehmens lenken.
Kontakt
Die Wach- und Alarmbereitschaft Niederrhein & Grenzland an der Carl-Zeiss-Straße 40 im Grafschafter gewerbepark Genend in Moers ist zu erreichen per Telefon unter Tel. 0 28 41/9 58 80 in Moers, in Kempen Tel. 0 21 52/9 58 80 oder E-mail info@wab-security.de oder im Internet
„BenQ-geschädigt“
Und das tun sie mit Erfolg und im Bewusstsein, ein Unternehmen zu führen, das auf eine 60-jährige Geschichte zurückblicken kann und seitdem rund um die Uhr für seine Kunden da ist. 1947 gründete Wilhelm Smerz die Firma, die ihr erstes Büro an der Homberger Straße hatte.
Smerz war im wahrsten Sinne „Einzelkämpfer“. Mit dem Fahrrad, später mit einem Motorrad fuhr er zu seinen Einsatzorten – unter anderem bewachte und kontrollierte er Baustellen des Bergbaus, der gerade Zechensiedlungen errichtete.
1968 folgte der Umzug zur Asberger Straße, und seit Juni 2004 ist das moderne Gebäude an der Carl-Zeiss-Straße 40 Domizil der Wach- und Alarmbereitschaft. Das Unternehmen, das einen weiteren Standort in Kempen hat, bietet eine ganze Palette von Serviceleistungen für Firmen und Privatpersonen an. Natürlich gehört der Objektschutz dazu.
In 15 Revieren nachts und in fünf Revieren tagsüber sind am gesamten Niederrhein 25 Revierfahrer unterwegs, die pro Schicht bis zu fünf Mal kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Die Funkstreifenfahrer fahren im Alarmfall zu den Kunden und prüfen, ob es sich um einen Einbruch handelt oder um einen Fehlalarm.
„Leider gehören wir zu den BenQ-geschädigten Firmen. Zurzeit sind wir immer noch mit acht Mitarbeitern dort. Vor dem Konkurs waren bei Siemens und BenQ rund 25 Mitarbeiter in der Ein- und Ausgangskontrolle mit Metalldetektoren sowie im Pförtnerdienst tätig. Weil wir niemanden entlassen wollen, müssen wir uns nach neuen Betätigungsfeldern umsehen“, so Dirr.
Ein erster Erfolg wurde bereits erzielt: Das Unternehmen bekam den Zuschlag für den Objektschutz für das Bundesverkehrsministerium in Bonn. Für die Sicherheit zuständig ist die Firma unter anderem auch bei Siemens in Bocholt, bei der Hafen AG Duisburg und im Logport.
Auch die Videofernüberwachung, der Alten- und Krankennotruf, die Alarmintervention und Aufzugbefreiung gehören zum Service der Wach- und Alarmbereitschaft. „Seit neuestem gehört die sichere Lagerung von Firmendaten zu unserem Angebot. Ob CD oder Magnetband – die Datenträger werden sicher vor Feuer, Wasser und Diebstahl aufbewahrt“, so Smerz.
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