Kamp-Lintfort: „Weiße Riesen“: Hässlich, aber typisch für die Zeit
zuletzt aktualisiert: 23.07.2008Kamp-Lintfort (RPO). „Ich sehe hier vor mir auf dem Boden eine Zeitung vom 26. Juni 2004 liegen“, spricht WDR5-Reporter Markus Brügge seine Eindrücke in das blaue Mikrofon. Der Radio-Reporter befindet sich im sechsten Stock in einem der drei „Weißen Riesen“.
Der Hörfunk war gestern im Zuge der „RuhrTour“ zu Gast in der Bergbaustadt, um live für das Kulturmagazin Scala mit einem Architekten und dem Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt über die drei Wohnhochhäuser zu sprechen.
Als Bausünde wollte Peter Köddermann die „Weißen Riesen“ in der Klosterstadt zwar nicht unbedingt bezeichnen, hässlich seien sie aber schon, so der Projektleiter des Museums für Architektur und Ingenieurskunst NRW. „Die „Weißen Riesen“ sind ein typisches Beispiel für die Baukunst der 60er Jahre. Damals ging es mehr um Funktionalität. Man muss berücksichtigen, dass man in der damaligen Zeit davon ausging, dass die Bevölkerungsanzahl in Kamp-Lintfort auf 80 000 ansteigenen werde. Da brauchte man Wohnraum.“ Dann war Dr. Christoph Landscheidt an der Reihe. Im Radio-Interview bezog das Stadtoberhaupt Stellung über die Zukunft der Bauten: „Wir müssen in unseren Planungen realistisch sein, sehen, was finanziell machbar ist. Wir sind aber auf einem guten Weg.“
Landscheidt zur Zukunft der Stadt: „Wir müssen die urbane Randlage Kamp-Lintforts im Herzen des Niederrheins nutzen. Dazu zählt, dass wir attraktiven Wohnraum anbieten, Arbeitsplätze schaffen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen müssen.“ Wer das Interview verpasst hat, kann es sich im Internet auf der Seite des WDR5 als Podcast runterladen.
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