Kamp-Lintfort: Wettkampf der Könige
VON HANS-ULRICH KRESS - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010Kamp-Lintfort (RPO). Karl-Heinz Völkel vom Bürgerschützenverein Eintracht Bönninghardt-Vierquartieren ist neuer Stadtschützenkönig in Kamp-Lintfort. Er hatte sich mit dem 384. Schuss gegen seine Mitbewerber erfolgreich durchgesetzt.
Schwarze Wolken ballten sich zusammen und Blitze grummelten, als der Festzug der neun Kamp-Lintforter Schützenvereine auf den Platz vor dem Rathaus einbog. Deren amtierende Könige und Könige wollten dort zum 23. Mal den neuen Stadtschützenkönig unter sich ausschießen. Das Wetter ließ nichts Gutes hoffen. Gestartet war der Zug traditionell mit Böllerschüssen und mit klingendem Spiel am Prinzenplatz. Wegen der jüngst neu gestalteten Kamp-Lintforter "Flaniermeile" war die Route umgestaltet und bis zur Markgrafenstraße verlängert worden. Der Vorsitzende der Initiative Stadtschützenfest, Willi Gelen, hieß die unter dem aufgespannten Fallschirmdach versammelten Schützen, die neuen amtierenden Majestäten und den Schirmherren und ersten Bürger der Stadt Dr. Christoph Landscheidt willkommen.
Ehrenschüsse
In seinen Grußworten kündigte der Bürgermeister für die Zukunft möglicherweise neue Marschverlängerungen an, da weitere Umgestaltungen der Innenstadt anstünden und der Weg demnächst vielleicht bis zur Hochschule führen müsse. Als erste richteten der amtierende Stadtschützenkönig Gerd Keesen vom BSV Freischütz Kamperbruch und Bürgermeister Landscheidt die Armbrust auf den Königsvogel und eröffneten mit ihren Ehrenschüssen den Wettkampf der sieben Könige und zwei Königinnen. Als erstes nahmen die Majestäten die Preise aufs Korn. Der Regen machte keine Unterbrechung des Schießens notwendig. Dann hatte die Schützen Glück. Die Wolken verzogen sich und die Sonne strahlte über Rathaus und Schießplatz. Dem amtierenden Stadtkönig Gerd Keesen winkte das Glück. Mit dem 12. Schuss trennte er den Kopf vom Vogelrumpf und heimste den ersten Preis ein.
Seine Tochter Verena Keesen als amtierende Königin des Bürgerschützenvereins "Tell" trug sich mit dem 90. Schuss, der den rechten Flügel herunter holte, als zweite in die Preisliste ein. Der "Familie Keesen" folgten bei dem Schießen auf die Preise mit dem linken Flügel Heinz Gerd Bachus, mit dem Apfel Jürgen Preuß, mit dem Zepter Josef Spira und schließlich mit dem Stoß mit dem 310. Schuss Rainer Kühne. Das Schießen auf den Rumpf und damit um die direkte Stadtkönigswürde begann. Mit dem 384. Schuss war es so weit.
Majestätenliste
Karl-Heinz Völkel vom Bürgerschützenverein Eintracht Bönninghardt-Vierquartieren konnte jubeln. Er hatte den Vogel von der Stange geschossen und sich damit als neuer Stadtschützenkönig als 23. in die Majestätenliste eingetragen. Pechvogel Jürgen Preuß, er hatte den vorletzten Schuss abgegeben, mit einer Flasche Hochprozentigem getröstet.
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