Moers: Wissenschaftler ausgezeichnet
VON TOBIAS SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 23.07.2010Moers (RPO). Gleich drei Preisträger zeichnete die Sparkasse am Niederrhein mit dem Innovationspreis Ingenieurwissenschaften 2009 aus. Die offiziele Preisverleihung findet im Rahmen der Alumni-Jahresfeier statt.
In diesem Jahr verleiht die Sparkasse am Niederrhein gleich drei jungen Ingenieuren der Universität Duisburg-Essen den Innovationspreis Ingenieurwissenschaften. Dr. Ingo Samerski erhält für seine Arbeit über den "Verschleiß von kraftstoffgeschmierten Stahl-Stahl-Paarungen" die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung. Dr. Peer Lubasch und Dr. Martin Tändl teilen sich einen Preis. Ein vom Vorstand des Fördervereins Ingenieurwissenschaften Universität Duisburg-Essen beauftragter Gutachter hatte die drei Arbeiten aus insgesamt 17 eingereichten Dissertationen sowie Diplom- und Masterarbeiten ausgewählt.
Weltweite Anerkennung
Sparkassendirektor Franz-Josef Stiel ehrt die Preisträger heute im Rahmen der Alumni-Jahresfeier an der Universität Duisburg-Essen. Gestern stellte einer der Preisträger und die beiden betreuenden Professoren der zwei zweiten Preisträger in Abwesenheit der frisch gekürten Sieger die prämierten Dissertationen vor. Dr. Ingo Samerski, erhielt für seine Arbeit über den Verschleiß von Stahl-Stahl-Paarungen die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung. Was relativ theoretisch und wenig praxisnah klingt, ist in Wirklichkeit ganz anders. Doktorvater Prof. Dr. Alfons Fischer: "Die Arbeit von Herrn Samerski ist weltweit in der Form einzigartig". Unter anderem können sich die Haltbarkeiten von Pumpen und Teilen der Automobilindustrie sogar um die dreifache Lebenszeit erhöhen. Ingo Samerski arbeitet mittlerweile bei Bosch, dem weltweit größten Automobilzulieferer und bringt dort sein Know-How in die Produktion mit ein.
Dr. Peer Lubasch und Dr. Martin Tändl konnten ihre Arbeiten nicht persönlich vorstellen. Beide waren als Problemlöser für ihre Firmen in Nigeria und München unabkömmlich. Sie ließen sich durch ihre jeweiligen Betreuer, Prof. Dr. Martina Schnellenbach-Held und Prof. Dr. Andrés Kecskeméthy, vertreten.
Dr. Lubasch ermittelte für seine Doktorarbeit Belastungen von Brücken durch Fahrzeuge. Mithilfe einfacher Messwerkzeuge ist es jetzt möglich, Brückenbauwerke automatisiert zu überwachen und anhand tatsächlicher Belastungen deren Lebensdauer sehr genau vorherzusagen. Schnellenbach-Held: "An der Verknüpfung von klassischem Betonbau mit moderner Informationstechnologie ist das Verkehrsministerium sehr interessiert – das Projekt wird ausgeweitet."
Tändl entwickelte ein Softwaresystem zur Konstruktion von Achterbahnen, die die Prodkutionszeit von bisher sieben Monaten auf zwei Wochen reduziert. Rund 15 Achterbahnen weltweit sind nach dem Verfahren schon gebaut worden. Schwindelig gefahren hat sich sein Betreuer Kecskeméthy noch nicht: Der Rektor zahle leider keine Fernreisen.
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