Tennis: 08 im Rennen um den Titel
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 02.06.2008Die Tennis-Bundesliga der Damen ist so spannend wie noch nie. Vor den letzten beiden Spieltagen melden vier punktgleiche Teams
ihre Ansprüche auf den Meistertitel an. Der TC ZWS Moers 08 ist nach seinem deutlichen 7:2-Sieg über Bochum dabei.Als Michelle Gerards ihren ersten Matchball verwandelte und damit für den entscheidenden fünften Punkt sorgte, strahlte der Manager bis über beide Ohren. „Ganz ehrlich, wer mir vor dem Spiel gesagt hätte, dass unser Sieg schon nach den Einzeln feststehen würde, dem hätte ich nicht geglaubt“, freute sich Stefan Hofmann umso mehr und nahm die Gratulation zum Erfolg des TC ZWS Moers 08 gegen den Westfalen-Rivalen in der Tennis-Bundesliga der Damen, den THC im VfL Bochum, entgegen. Am Ende hieß es 7:2 für die Moerserinnen. „Wir sind wieder im Rennen um die Meisterschaft“, schickte Hofmann denn auch gleich eine Warnung an die Konkurrenz in der Liga. Die darf sich auf ein spannendes Finish freuen, denn vor den letzten beiden Spieltagen dieses Sommers am kommenden Freitag und Sonntag liegen vier Teams, darunter auch 08, punktgleich und hauteng beieinander.
08 - Bochum 7:2
Die Ergebnisse: Angelika Bachmann - Melinda Czink 6:3, 6:3; Hana Sromova - Anda Perianu 6:4, 6:3; Hanna Nooni - Maria Kondratieva 1:6, 1:6; Stanislava Hrozenska - Joanna Sakowicz 2:6, 6:2, 6:2; Michelle Gerards - Julia Babilon 6:4, 6:4; Tamaryn Hendler - Hanna Krampe 6:3, 6:4. Bachmann/Gerards - Czink/Kondratieva 7:6, 7:6; Sromova/Hrozenska - Perianu/Krampe 6:3, 6:1; Nooni/Hendler - Sakowicz/Babilon 5:7, 2:6.
Auf die Zähne gebissen
Der strahlende Erfolg über die Bochumer Gäste ließ vergessen, dass der Sieg so leicht nicht gefallen war, wie es die Ergebnisse vermuten ließen. „Da haben einige auf die Zähne gebissen“, wusste Hofmann zu berichten. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Hana Sromova musste noch vor dem ersten Ballwechsel tief in den Medizinkoffer greifen und ein Mittel gegen ihre Zahnschmerzen einnehmen. Im Spiel war davon nichts zu sehen: gegen die Bochumerin Anda Perianu ließ sich die Tschechin in Moerser Diensten nicht auf den Zahn fühlen und sorgte mit ihrem 6:4,6:3-Sieg für einen gelungenen Auftakt des Tages. Auch von Angelika Bachmanns Oberschenkelproblemen war nichts mehr zu erkennen. Die 14-tägige Spielpause, bedingt durch die French Open in Paris,mag da genau richtig gekommen sein, um die Münchenerin wieder in Schwung zu bringen. Ihr Erfolg gegen Melinda Czink war in seiner Deutlichkeit und Leichtigkeit kaum zu erwarten gewesen.
Auf dem Nebenplatz war zuvor nicht zu übersehen gewesen, mit welchem Ehrgeiz sich Stanislava Hrozenska in ihre Aufgabe gegen Joana Sakowicz verbiss. Ausgerechnet im Duell gegen ihren letztjährigen Arbeitgeber zeigte die Ex-Bochumerin ihr bestes Spiel im neuen Dress.
Als Volltreffer hatte sich auch der erste Einsatz der jungen belgischen Nachwuchshoffnung Tamaryn Hendler erwiesen, die ebenfalls nicht sorgenfrei ins Spiel gegangen war. Einige Wochen war das Talent verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt gewesen. Gegen Hannah Krampe war davon nichts mehr zu sehen. Die Bochumerin,an gleicher Stelle vor wenigen Wochen noch Turniersiegerin der ZWS-Open, musste artig gratulieren.
Den einzigen Einzelpunkt für die Gäste musste Hanna Nooni quittieren, doch auch für die Schwedin fand Hofmann gute Worte. „Sie ist für uns als Nummer Drei ins Spiel gegangen und hat es dadurch den hinter ihr rangierenden Spielerinnen wesentlich leichter gemacht“, so des Managers Team-Arithmetik.
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