Tennis: Abklatschen bitte!
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 17.08.2007Wäre Daniel Süßenbach an Roger Federers Stelle, dann hätte er schon oft und mit jährlich wechselnden Partnerinnen getanzt. Und nach diesen Kreis-Titelkämpfen hätte er vielleicht mit Mubina Hodzic das Vergnügen.
Roger Federer ist ein Glückspilz. Der Welt bester Tennisspieler aus der Schweiz hat in den vergangenen Jahren die großen Turniere quer über die Kontinente dominiert. Allein fünf Mal in Folge hat der 26-Jährige das Turnier in Wimbledon für sich entschieden. Da gibt’s nicht nur Erdbeeren, Regen und viel Geld für den Sieger, sondern hinterher auch noch das Champions-Dinner. Und dann dürfen, in feinster Abendgarderobe, Sieger und Siegerin der All England Championships den Tanz eröffnen. Weil Federer zuletzt immer gewann, die Damen aber alljährlich variierten, hatte der Mann aus dem Switzerland ständig wechselnde Partnerinnen. Maria Sharapova war dabei, das dürfte Spaß gemacht haben. Venus Williams und Amelie Mauresmo klatschten ab, und in diesem Jahr bat Federer Venus-Schwester Serena Williams zum Tanz.
Gut für Langschläfer
Gute Nachricht für die Langschläfer unter den Tennisspielern(innen): Begannen die letztjährigen Kreismeisterschaften in Rheinberg bereits morgens früh um 9 Uhr, so darf der Wecker diesmal etwas später klingeln. Erste Spiele auf den fünf Plätzen von Borussia Rheinhausen finden morgen um 10.30 Uhr statt; beim TC Rumeln mit seinen sechs Plätzen gibt’s den ersten Ballwechsel sogar erst um 12 Uhr. Am Sonntag wird auf beiden Anlagen ab 10.30 Uhr gespielt.
Eine feine Serie
Nun hat Daniel Süßenbach international noch lange nicht so einen großen Namen. Eine feine Serie hat allerdings auch er hingelegt, denn drei Jahre in Folge hat der Tennisspieler des TC Sportpark Asberg die Meisterschaften des Tennis-Kreises Moers für sich entschieden. Sein Pech: Hier wird hinterher nicht getanzt. Wäre das nämlich so, dann hätte auch der Seriensieger aus Asberg ständig neue Partnerinnen im Arm gehalten. Janina Schauerte-Lüke, Julia Mazur und Sabine Krause (erstere ebenfalls vom Sportpark, die Siegerinnen der beiden letzten Jahre vom TC Moers 08) wechselten sich auf dem Siegerpodest ab. Und auch in diesem Jahr kündigt sich eine neue Titelträgerin an. Mubina Hodzic führt erstmals das Feld der offenen Damenklasse an; hinter ihr folgt mit Zita Engbroeks eine weitere Spielerin von der Filder Straße, der Spielstätte des TC Moers 08.
Im alljährlichen Wechsel der Vereine finden die Titelkämpfe diesmal wieder im Süden des Kreises statt. Als gemeinsame Ausrichter laden der TC Rumeln-Kaldenhausen und der TC Borussia Rheinhausen, wobei letzterer Club lediglich morgen und am Sonntag seine Platzanlage zur Verfügung stellt. Die Endspiele am darauf folgenden Wochenende werden allesamt an der Lortzingstraße in Rumeln ausgetragen. „Es muss viel gespielt werden“, zeigt sich auch Rumelns Sportwart Reiner Sanner erfreut über die „Zweiteilung“ der Meisterschaften. Der die Teilnehmerzahlen betreffende positive Trend, der sich in den letzten Jahren angedeutet hat, setzt sich auch in diesem Sommer fort. „Wir haben besonders in den offenen Klassen sowie bei den Herren 30 und 40 höchst attraktive Felder“, erklärt Sanner.
Insgesamt wird in 17 unterschiedlichen Wettbewerben bis hin zur Altersklasse 60/65 der Herren gespielt. Das ist die gleiche Zahl wie im Vorjahr auch, nur mit dem kleinen, nicht unwesentlichen Unterschied, dass sich diesmal keine Interessenten für die Mixed-Wettbewerbe finden ließen.
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