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Volleyball: „Adler“ schließen zur Spitze auf

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 08.01.2009

Problemloser 3:0-Sieg des Moerser SC gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau, obwohl Trainer Georg Grozer einige Umstellungen im Team vornimmt. Matthias Mellitzer wird für das Spiel in Wuppertal geschont, Szabolcs Szalai rückt nach und punktet gleich 14 mal für den MSC.

Wenn der Block des Moerser SC wie in dieser Szene mit Renzo Verschuren (links) und Ivan Perez einmal nicht direkt zupackte, dann half den Moersern gegen die Dürrenberger ausnahmsweise auch noch die Netz-Antenne aus. Bild: Privat Foto: RPO
Wenn der Block des Moerser SC wie in dieser Szene mit Renzo Verschuren (links) und Ivan Perez einmal nicht direkt zupackte, dann half den Moersern gegen die Dürrenberger ausnahmsweise auch noch die Netz-Antenne aus. Bild: Privat Foto: RPO

Nur ein kurzes Abtasten zweier Mannschaften, die in der laufenden Saison bereits den VfB Friedrichshafen besiegt hatten, sahen die Zuschauer im Adolfinum. Dann drehte der Moerser SC auf. Mit 3:0 (25:19, 25:19, 25:16) schlug das Team von Trainer Georg Grozer den VC Bad Dürrenberg/Spergau gestern Abend überdeutlich und untermauerte so seinen Anspruch, an der Tabellenspitze der Volleyball-Bundesliga neben Friedrichshafen und dem SCC Berlin auch weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden.

„Moers war nicht annähernd platt“

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt waren durchaus mit Ambitionen schon am Dienstag angereist. Die Mehrfachbelastung der „Adler“ in Liga, Pokal sowie internationalem Geschäft bot Dürrenbergs Trainer Michael Merten ein Argument für eine mögliche Überraschung. „Leider war davon heute Abend aber gar nichts zu sehen. Moers hat sich bärenstark präsentiert. Jedenfalls war ihnen nicht anzumerken, dass sie auch nur annähernd platt gewesen wären.“ Die Spergauer ihrerseits hatten eine längere Wettkampfpause und konnten lediglich intensiv trainieren. „Uns ist es wohl schlecht bekommen, dass wir so lange kein Spiel zu absolvieren hatten. Wir konnten heute mit dem Tempo und der Überlegenheit des MSC nicht mithalten.“

Info

So spielte der MSC

Zuspieler: Roland Rademaker

Diagonalangriff: Joram Maan

Mittelblock: Tim Broshog, Renzo Verschuren

Außen/Annahme: Ivan Perez, Szabolcs Szalai

Libero: Nikola Rosic

eingewechselt: Aleksandar Ljubicic, Tobias Neumann, Dominik Sikorski

Trainer: Georg Grozer

Co-Trainer: Chang Cheng Liu

Zuschauer: 400 in der Sporthalle Adolfinum

Sein Trainerkollege Grozer wirkte nach dem fünften Bundesligaerfolg in Serie zufrieden. Er meinte: „Im ersten Satz haben wir unserem Gegner etwas zu viel Spielraum gelassen. Aber dann haben wir gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind. Das 3:0 ist wichtig für uns, denn an der Tabellenspitze geht es eng zu. Da kann später noch jeder Satz für die Play-off-Platzierungen entscheidend sein.“

Er verzichtete gestern auf Matthias Mellitzer, der tags zuvor von der österreichischen Nationalmannschaft aus Wien zurück gekehrt war. „Matthias soll sich ausruhen. Am Samstag in Wuppertal werden wir ihn brauchen. Das wird ein schwierigeres Spiel als heute“, so Grozer. Für Mellitzer spielte Joram Maan diagonal, und Szabolcs Szalai rückte in die Annahme. Mit Erfolg: Denn der Ungar bot eine tolle Leistung mit insgesamt 14 Punkten als bester Moerser Scorer.

Nach und nach schickte der MSC-Coach alle Spieler seines Kaders aufs Parkett. Damit gönnte er den Stammspielern ebenso eine kraftsparende Pause wie den Reservisten viel Spielpraxis. Tobias Neumann und Dominik Sikorski erhielten beträchtliche Einsatzzeiten, die sie auch clever nutzten. Immerhin gelangen dem jungen Sikorski einige Punkte, darunter zwei freche Asse. Und Neumann bewies einmal mehr, dass er sich blitzschnell in den Moerser Spielaufbau einfinden kann.

Quelle: RP

 
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