„Unbeschreibliches Glücksgefühl“
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 21.01.2008Jubelnd lagen sich gestern am frühen Abend die Handballfrauen des TuS Lintfort in den Armen und tanzten ausgelassen durch die Sporthalle an der Eyller Straße. Im Abstiegskampf der Zweiten Bundesliga hatten sie ein unübersehbares Ausrufezeichen gesetzt, indem sie den PSV Recklinghausen mit 28:25 (12:13) in die Knie gezwungen und somit die Abstiegsplätze verlassen hatten. „Ich bin der Mannschaft dankbar, denn sie hat mir mit dem Sieg ein unbeschreibliches Glücksgefühl geschenkt“, freute sich die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Das war ein Kampf auf Biegen und Brechen; beide Mannschaften haben sich fast bis aufs Blut befehdet und sich keinen Zentimeter Raum geschenkt.“
Schwere Verletzung
Dabei fing es für die Klosterstädterinnen vor 350 Zuschauern überhaupt nicht gut an, denn bereits nach fünf Minuten mussten sie den ersten Schock verdauen. Alexandra Bahrsch stieg zu einem Sprungwurf hoch und verdrehte sich das Knie, als sie wieder auf dem Boden landete. Ein lauter Schmerzensschrei war die Folge. Nach kurzer Untersuchung wurde ein Krankenwagen gerufen und die Lintforter Rückraumspielerin abtransportiert. Allerdings ist noch nicht klar, welche Verletzungen sie davon getragen hat. „Das sah überhaupt nicht gut aus“, meinte Bettina Grenz-Klein. „Ich befürchte, dass wir für eine längere Zeit auf Alexandra verzichten müssen.“
Diese Schrecksunde war für die Lintforterinnen so etwas wie eine Initialzündung, und in den Gesichtern der Spielerinnen war ein deutliches „jetzt erst recht“ abzulesen. Und auch in Halbzeitpause schworen sie sich, allein schon für ihre Mitspielerinn die Begegnung zu gewinnen. Da waren zunächst die beiden Torhüterinnen Nicole Hillig und Elke Knooren, die die Angreiferinnen der Gäste mit ihren Paraden serienweise zur Verzweiflung brachten. Doch als herausragende Spielerin auf dem Parkett entpuppte sich TuS-Neuzugang Daniela Hannemann, deren Leistung neben vielen Höhen kaum Tiefen beinhaltete, die aber in wichtigen Momenten nicht nur Verantwortung übernahm, sondern ihre Mitspielerinnen zudem permanent motivierte.
Die Torschützinnen des TuS Lintfort: Daniela Hannemann (8/2), Marie-Theres Klümper, Caroline Mook (je 5), Larissa Heil (5/1), Ute Hohmann (2), Jennifer Lang (2/1) und Alexandra Bahrsch.
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