Fußball: „Wir kämpfen für den VfL“
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 27.05.2008Nach dem dritten Aufstieg in Folge wird die jetzige Reserve des VfL Repelen in der kommenden Spielzeit als dessen erste Mannschaft antreten. Für Coach Mario Lesic kein Problem, wohl aber für Skeptiker im Club.
Zum Vereinsjubiläum sollte ein Aufstieg der Fußballer in die Bezirksliga doch eigentlich recht kommen. Beim VfL Repelen, der in diesem Sommer seinen 100. Geburtstag feiert, wird sich manch alt eingesessener Vereinsfreund aber verwundert die Augen reiben. Nicht die erste Mannschaft hat das Ziel erreicht – nein, die Reserve steigt auf und hat allen die Schau gestohlen. „Da traut vielleicht nicht jeder im Club dem Braten“, weiß auch Mario Lesic, dass seine Spieler sich die Unterstützung im Repelener Traditionsclub immer noch mühsam erarbeiten müssen. Aber der Spielertrainer hat ein Bonbon für alle Skeptiker parat. „Wir kämpfen für den VfL“, verspricht Lesic.
Tennisfreunde
Die Mannschaftsaufstellung des VfL Repelen II könnte am Tennisnetz ausgespielt werden. Spielertrainer Mario Lesic, auch schon in der Zweiten Bundesliga am Netz, sowie Co-Trainer Sven André haben früher gemeinsam für den damaligen Niederrheinligisten TC Moers 08 gespielt. Julian Noack und Fabian Konik sind Lesics Mitspieler in der ersten Tennisauswahl des TC Schwarz-Gold Rheinkamp-Repelen, die in der 2. Verbandsliga vertreten ist.
„Weil bei uns gut gearbeitet wird“
Seit drei Jahren erst kickt seine Mannschaft mit, und hat es jetzt bereits zum dritten Aufstieg gebracht. „Weil bei uns eben gut gearbeitet wird“, erklärt der Coach, der in der Auswahl seiner Spieler stets ein gutes Händchen hatte. Selbst schon seit 1989 im Repelener Verein und ehemals auch für die erste VfL-Auswahl im Einsatz, landete Lesic den Coup, im vergangenen Jahr während der laufenden Saison mit Benjamin Weyers einen eminent torgefährlichen Akteur aus Baerl an die Stormstraße zu holen. Mit Christian Burgfeld und Christian Bendriss kamen zudem zwei weitere wichtige Akteure, die heute nicht mehr aus dem Team weg zu denken sind.
„Wir spielen seit eineinhalb Jahren nahezu in der gleichen Aufstellung“, berichtet Lesic nicht ohne Stolz von einer eingeschworenen Gemeinschaft. „Wir kennen uns, trainieren viel“, fordert der Coach aber auch hohen Einsatz von seinen Akteuren. Läuferisch muss das Team topfit sein. „Man ist im Kopf nur stark, wenn die Power in den Beinen vorhanden ist“, setzt Lesic auf die Kondition als Trumpfkarte seiner Elf.
In der kommenden Spielzeit wird der Trainer auch die A-Junioren des VfL unter seine Fittiche nehmen. „Dann können wir sicherlich den einen oder anderen von diesen Talenten in unsere Mannschaft einbauen“, freut er sich auf die Arbeit. Zudem – die jetzige Mannschaft wird, so ist er überzeugt, zusammen bleiben. „Angebote anderer Clubs an unsere Spieler liegen natürlich vor“, weiß er um das Geschäft. „Aber es gibt bislang noch keine Abgänge.“
Dafür schon den ersten neuen Akteur, der an die Stormstraße wechselt. Vom FSV Kapellen wird mit Visar Colakaj ein junger Akteur kommen, der den Sprung von der Kreisliga B in die Bezirksliga wagen möchte. „Es werden sicherlich noch weitere Spieler zu uns kommen“, ist Lesic überzeugt. In Fußballerkreisen steht das Team anscheinend höher im Ansehen als es derzeit noch im eigenen Verein der Fall zu sein scheint.
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