Fußball: Begehrte DJK-Kanoniere
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 22.05.2008Der Aufstieg in die Kreisliga A ist für die DJK Lintfort seit dem 6:1-Erfolg beim FCR Duisburg am vergangenen Wochenende vorzeitig besiegelt. Das Trainer-Duo plant bereits intensiv für die kommende Saison.
Terminplan der DJK
Mit dem Gastspiel beim TV Rumeln endet am 1. Juni die Meisterschaft und die Zeit in der Kreisliga B für die DJK Lintfort. Die erfolgreichen Kicker vom Südtor haben sich zudem für den „Diebels-Offensiv-Cup“ qualifiziert, der zwei Wochen später auf der Platzanlage des SV Budberg ausgetragen wird. Erster Höhepunkt der kommenden Saison wird das von der DJK durchgeführte „Karl-Heinz-Hoever-Gedächtnisturnier“ sein, das vom 12. bis 26. Juli ausgespielt wird.
Über Geschmack mag man sich bekanntlich streiten. Dass ein Totenkopf mit Vereinsemblem auf der Homepage der DJK Lintfort dazu herhalten musste, um den Aufstieg der ersten Fußball-Auswahl in die Kreisliga zu verkünden – na ja, es hat sicherlich schon schönere Bilder gegeben.
Bliebe eigentlich zu hoffen, dass sich der Club für den nächsten Aufstieg einen netteren Internet-Auftritt einfallen lässt. Denn dass die Kreisliga A nur eine Zwischenstation sein wird, davon ist Jimmy Kartal überzeugt. „Über kurz oder lang wird die DJK wieder in der Bezirksliga zu finden sein“, verspricht der Coach, der zusammen mit dem Lintforter Urgestein Norbert Lewing für die Trainingsarbeit am Südtor zuständig ist.
Seit 22 Spielen ungeschlagen
„Disziplin und Glück“ nennt Kartal dabei die entscheidenden Faktoren, die in der in zwei Wochen abgelaufenen Saison die Rückkehr in die Kreisliga A ermöglicht hätten. Zumindest in puncto „Glück“ wird nicht jeder zustimmen. Zu souverän zog die DJK in den vergangenen Monaten ihr Spiel durch. Seit 22 Spielen, so rechnet Kartal vor, sei das Team immerhin schon ungeschlagen. Das rechtfertigt eine Meisterschaft, in der sich der SC Rheinkamp als einziger Kontrahent erwies. Spätestens mit dem 2:0 zum Auftakt der Rückrunde, der gelungenen Revanche für eine von nur zwei Saison-Niederlagen der Lintforter Elf, war auch der Verfolger abgeschlagen.
Für die mitunter bemitleidenswerte Konkurrenz war es zudem oft genug alles andere als ein Vergnügen, sich gegen die DJK auf den Platz zu stellen. 109 Mal bereits mussten die gegnerischen Torhüter den Ball aus dem Netz holen. Diese Marke kann in zwei verbleibenden Saisonspielen sogar noch gesteigert werden. Gleich drei Spieler werden sich bis zum letzten Spiel noch um die Torjägerkrone der DJK bemühen. Sanel Pedlic hat bislang 28 Treffer erzielt, Sturmkollege Nisfad Grgic war 27 Mal erfolgreich. Und nur einen Treffer weniger durfte auch Anel Pedlic auf seinem Konto verbuchen.
Solche Zahlen wecken natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen, doch lediglich Bezirksligist Preußen Vluyn war bei seinen Bewerbungen um die „DJK-Kanoniere“ bislang erfolgreich. Anel Pedlic wird in der kommenden Saison das Trikot der Preußen tragen. „Alle anderen Spieler werden wohl bei uns bleiben“, gibt sich Kartal hinsichtlich der Vereinstreue seiner Kicker sehr optimistisch.
Auf der anderen Seite meldet der Trainer schon jetzt ein deutliches Plus an Akteuren für die nächste Spielzeit an. „Wir werden uns mit mindestens sechs Spielern verstärken“, erklärt Kartal, darauf hinweisend, dass die DJK in den vergangenen Wochen angesichts der eigenen Souveränität nicht auf der faulen Haut gelegen hat.
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