Handball: Björn Baar – der Edeljoker
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 21.12.2007Björn Baar ist gerade einmal 27 Jahre alt und bereits Co-Trainer des Handball-Oberligisten TV Kapellen. Allerdings hat er im Moment kaum Zeit seine Tätigkeit auch auszufüllen.
Das liegt nicht etwa daran, dass er verletz oder beruflich überlastet wäre, vielmehr ist er damit beschäftigt zu trainieren, denn seine Dienste als Spieler sind bei den Blau-Weißen sehr gefragt. „Es war abgesprochen, dass ich für Notfälle zur Verfügung stehe“, betont der Erzieher. „Eigentlich wollte ich gar nicht so viel spielen wie im Moment und es wäre mir auch lieber, wenn dem nicht so wäre, denn meistens werde ich dann eingesetzt, wenn es nicht mehr läuft. Würde ich nicht spielen, dann liefe es mit der Mannschaft auch besser.“
Angedacht war vielmehr, dass er in der zweiten Garnitur der Kapellener zum Einsatz kommt, aber für dieses Team, in der im letzten Jahr noch als Spielertrainer verantwortlich war, lief er nur einmal im bisherigen Saisonverlauf auf. „Björn ist ein Spieler, der stets das richtige Gespür für die Situation hat“, lobt ihn TVK-Trainer Peter Brixner. „Für mich ist er so etwas wie ein Edeljoker, der uns während dieser Saison den einen oder anderen Punkt gerettet hat.“
Seine Handballkarriere begann er in der Jugend des SV Neukirchen, aber bereits als C-Jugendlicher wechselte er zum OSC Rheinhausen. Aus der Jugend entwachsen spielte er wieder ein Jahr beim SVN in der Oberliga, ehe es den 27-Jährigen zum TV Kapellen führte, dem er bis auf ein einjähriges Intermezzo beim Moerser SC auch treu geblieben ist. „Ich werden den Verein auch sicherlich nicht mehr wechseln. Mein Job als Co-Trainer macht viel Spaß und ich kann von Peter Brixner sehr viel lernen, deshalb hoffe ich auch, dass er in Kürze verlängern wird.
Der Handball in Kapellen hat ihm nach eigener Aussage sehr viel gebracht. „Ich habe ich hier sehr nette Menschen kennen gelernt und auch viele Freunde gefunden und nicht zuletzt auch meine zukünftige Frau Viola Dörflinger. Gerne erinnert sich Baar auch an seine Jugendzeit beim OSC Rheinhausen zurück, wo er auf sehr schöne Erlebnisse zurück blicken kann.
Allerdings gibt es da auch etwas, was er am liebsten aus seinem Gedächtnis streichen würde. „Im Finale um die Niederrheinmeisterschaft erreihten wir zu Hause gegen Solingen ein Unentschieden und im Rückspiel sind wir vorgeführt worden. Das war die bitterste Stunde für mich.“Zu den schönsten Momenten dagegen zählt er die Abschlussfahrten, wo er dann gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden eine stressige Saison vergessen kann.
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