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Handball: Daumen drücken für Beyeröhde

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 09.06.2007

In dichtem Nebel stehen zurzeit die Handballfrauen des TuS Lintfort, doch er lichtet sich spätestens am Sonntag Abend. Denn bis jetzt wissen die Klosterstädterinnen nach ihrem Aufstieg in die Zweite Bundesliga noch nicht, ob sie in der Nord- oder Süd-Grupppe antreten werden. Grund für diese endlose Warterei ist ein Formfehler, der vor einiger Zeit dem TuS Metzingen in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, unterlief.

Das „verflixte“ 18. Lebensjahr

Nach Beendigung der Saison nahm Metzingen (mit Erfolg) an den Play Offs zum Bundesliga-Aufstieg teil. Erst danach erkannte ein findiger Mensch, dass der Club zuvor eine nicht spielberechtigte Aktive eingesetzt hatte. Diese vollendete während der Saison ihr 18. Lebensjahr. Das Regelwerk schreibt aber vor, dass bei Einsätzen in der Zweiten Bundesliga nicht mehr das Jugend-Spielrecht gilt. Stattdessen hätte das Talent einen Vertragsausweis bekommen müssen, der Spielerinnenpass hätte also umgeschrieben werden müssen. Das hat Metzingen entweder nicht gewusst oder schlichtweg „vergessen“.

So wurden die letzten vier Metzinger Meisterschaftsspiele als verloren gewertet, und das Team rutschte auf den fünften Tabellenplatz ab. Das wiederum hatte zur Folge, dass die gesamte Play-Off-Runde neu angesetzt werden musste. „Diese Entscheidung finde ich absolut überzogen“, meint Ulrich Klein, Geschäftsführer des TuS Lintfort. „Meines Erachtens hätte es auch eine Geldstrafe getan, denn es handelte sich um keine entscheidende Spielerin.“

Trotzdem: Die neu angesetzte Play-off-Runde ist mittlerweile in den letzten Zügen, und für das Finale haben sich der SC Markranstätt und der TV Beyeröhde qualifiziert. Die erste Begegnung hat Beyeröhde auswärts mit 28:25 gewonnen; morgen Abend findet das Rückspiel statt. „Wenn Beyeröhde aufsteigt, dann werden wir spontan und ganz herzlich gratulieren“, sagt Klein. „Denn dann ist sicher, dass wir in der kommenden Spielzeit in der Nordgruppe antreten werden.“

Und das hat Vorteile, denn die Vereine der Nordgruppe sind leichter zu erreichen; die meisten Mannschaften kennt der TuS zudem noch aus seiner Zeit der Zweitliga-Zugehörigkeit.

Das ganze Hin und Her ist natürlich nicht spurlos am Lintforter Club vorüber gegangen. „Spätestens am Montag ist alles klar“, sagt Klein. „Dann wissen wir auch endlich, wann für uns die Saison beginnt, denn die Nord- und Südgruppe starten zu unterschiedlichen Terminen. Außerdem können wir dann unseren bisher nur vorläufigen Vorbereitungsplan definitiv abschließen.“

Quelle: RP

 
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