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Volleyball: Den Schlendrian bekämpfen

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 23.02.2008

Sechs Siege in Folge – diese beeindruckende Serie möchte der Moerser SC heute Abend auch gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau ausbauen. Jeremy Wilcox oder Lukas Kampa – die Zuspieler-Frage ist offen.

Ralph Bergmann (links) knickte im Training mit dem Fuß um. Sein Einsatz ist gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau gefährdet. Guido Görtzen (rechts) dagegen ist fit und überzeugte zuletzt beim Auswärtsspiel in Hamburg. bild: HUK Foto: RPO
Ralph Bergmann (links) knickte im Training mit dem Fuß um. Sein Einsatz ist gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau gefährdet. Guido Görtzen (rechts) dagegen ist fit und überzeugte zuletzt beim Auswärtsspiel in Hamburg. bild: HUK Foto: RPO

Die beeindruckende Serie von sechs Erfolgen ohne Niederlage mag die Spieler des Moerser SC durchaus „in Sicherheit wiegen“, aber vor dem angepeilten „7. Streich“ gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau erklärt der Trainer der „Adler“, Georg Grozer senior, unmissverständlich: „Nur soviel tun wie nötig – das kann ins Auge gehen. Ich mag diese Einstellung nicht.“ Seine Schützlinge fordert er damit auf, im heutigen Spiel der Volleyball-Bundesliga gegen den Aufsteiger Vollgas zu geben und den Schlendrian zu bekämpfen.

Vorteil Moers, Berlin lauert

Info

Auf Play-off-Kurs

Der VC Bad Dürrenberg/Spergau stieg nach der Saison 2006/07 erstmals in die Volleyball-Bundesliga auf. Die Ostdeutschen schlagen sich bislang achtbar, stehen nach 18 Spielen sogar vor etablierten Konkurrenten wie beispielsweise dem SV Bayer Wuppertal. Das Abstiegsgespenst dürfte man im Spergau gebannt haben.

Noch rangieren die Moerser auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem ungeschlagenen VfB Friedrichshafen (36:0 Punkte), der quasi „nebenbei“ unter der Woche auch noch das ruhmreiche Team von Dynamo Moskau aus der Champions League beförderte. Aber hinter den „Adlern“ lauert der SCC Berlin auf seine berechtigte Chance, die Plätze zu tauschen. Freilich haben die Hauptstädter morgen bei Generali Haching die ungleich schwerere Aufgabe zu lösen als Grozers Team. Diesen Vorteil sollte der MSC tunlichst nicht leichtfertig aus der Hand geben.

Aber die Spergauer werden im Sportzentrum Rheinkamp nach der Devise antreten: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Die Mannschaft von Trainer Michael Merten stand im Hinspiel auf verlorenem Posten. Damals verzichteten die Niederrheiner gar auf einen Einsatz von Kapitän Georg Grozer junior. Joram Maan ersetzte ihn auf der Diagonalposition prima. Mit Haroldas Cyvas und Sven Dörendahl stehen zwei Ex-Moerser im Kader der Ostdeutschen. Allerdings kam Regisseur Dörendahl zuletzt nicht mehr zum Einsatz.

Viel zu tun hatte in den letzten Tagen die medizinische Abteilung des MSC. Ralph Bergmann knickte im Training mit dem Fuß um, Ivica Jevtic ist nach seiner Schulterverletzung noch immer nicht wieder hundertprozentig fit, Cordt Withum und Trainer Grozer litten unter einer Erkältung.

Damit fanden einige Trainingsaufgaben unter der Regie von Co-Trainer Chang Cheng Liu statt, der sich das Thema Block/Abwehr vorgenommen hatte. Erneut stand auch die fehlende Stabilität beim Aufschlag auf dem Übungsplan. Im Hinblick auf die drei letzten Vorrundenspiele in Friedrichshafen, gegen Düren und in Berlin muss der MSC in diesem Bereich zulegen. In Hamburg überzeugten zuletzt nur Renzo Verschuren und Guido Görtzen mit einer Mischung aus Aggressivität und Sicherheit beim Service.

Ein Gepräch führte der Moerser Trainer mit Jeremy Wilcox, weil er mit dessen taktischer Leistung nicht einverstanden war. Es ist daher noch offen, ob der Kanadier oder doch Lukas Kampa heute Abend in der Startsechs des MSC auftauchen wird.

Quelle: RP

 
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