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Handball: Der Abstieg scheint besiegelt

VON UDO THEISSEN - zuletzt aktualisiert: 15.03.2010

Nach der unnötigen 30:31-Niederlage im Kellerderby gegen den LTV Wuppertal ist der Absturz des Handball-Oberligisten TV Kapellen in die Verbandsliga augenscheinlich nicht mehr zu verhindern.

Info

Es fehlt nur ein Tor

Bei der 30:31-Niederlage gegen Wuppertal waren für den TV Kapellen als Torschützen erfolgreich: Christian Lange, Sascha Wistuba (je 7), Frederik Kuesters (5/2), Thorsten Langwald, Steffen Pitzen (je 3), Karl Greven, Björn Peiler (je 2) und Sven Mehlem.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler des Handball-Oberligisten TV Kapellen gestern nach dem Schlusspfiff des Heimspiels gegen den LTV Wuppertal übers Parkett; nach aufopferungsvollem Kampf hatten sie sich in diesem Kellerderby knapp mit 30:31 (15:14) beugen müssen. Damit steht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest, dass der TVK in die Verbandsliga absteigen muss. Denn vor den sechs noch ausstehenden Punktspielen dieser Saison weisen die Moerser sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer auf. Zudem ist ihr Restprogramm "nicht ohne".

Zwei Würfe an den Pfosten

"Das war's dann wohl", meinte der Kapellener Interims-Trainer Uwe Thelen lapidar. "Diese Niederlage ist besonders ärgerlich, denn es wäre mehr möglich gewesen. Am Ende hat uns jedoch ein wenig Glück gefehlt." Allein zwei Pfostenwürfe in den letzten drei Minuten verdeutlichen das Pech der Hausherren. Zunächst tankte sich Steffen Pitzen durch; sein Wurf hätte in einem "Billard-Tor" enden können, doch vom Innenpfosten prallte der Ball an die Unterkante der Latte und sprang von dort ins Feld zurück. Ähnlich erging es Sascha Wistuba kaum 60 Sekunden später. Blitzschnell "tanzte" er seinen Gegenspieler aus und verlud auch den Wuppertaler Torhüter, doch auch landete der Ball nur am Innenpfosten.

Nach kleineren Schwächen in der Anfangsphase hatten sich die Gastgeber schnell gefangen. Die Abwehr, sonst ihr Sorgenkind, wirkte aggressiv und ließ den gegnerischen Angreifern kaum Raum. Die Bälle, die doch aufs TVK-Tor kamen, wurden zumeist eine sichere Beute des glänzend aufgelegten Torhüters Tim Koch. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit unterliefen den Gastgebern gravierende Fehler, die zu drei Gegentoren in Folge führten. Nach dem Seitenwechsel nahm der LTV zwei Kapellener in Manndeckung. Damit kam der TVK überhaupt nicht klar und hatte fortan enorme Probleme mit dem Spielaufbau.

Quelle: RP

 
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