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Ironman: Der Lauf nötigt Respekt ab

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 28.06.2007

Die Xantener Triathletin Ina Reinders hat sich intensiv auf den Ironman-Wettkampf in Frankfurt/Main vorbereitet. Ihr Ziel ist ein Platz unter den besten fünf Frauen. Danach will sie über einen möglichen Start auf Hawaii entscheiden.

Info

Liveticker im Internet

Der Ironman-Wettbewerb umfasst die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Zum Auftakt müssen die Athleten eine Strecke von 3,8 Kilometern im Wasser hinter sich bringen. Es folgen ein Radrennen über 180 Kilometer und der abschließende Marathonlauf über 42,2 Kilometer. Die Veranstaltung in Frankfurt am Main wird im Internet auf der Seite www.ironman.de per Liveticker zu verfolgen sein.

Die Muskelkrämpfe von Wisconsin sind Ina Reinders noch in schlechter Erinnerung. Beim „Canada-Ironman“ im vergangenen Jahr musste die Xantenerin auf der Laufstrecke bei Kilometer 28 aufgeben. „Ich war es selbst schuld, weil ich vergessen hatte, Salztabletten zu lutschen“, sagt die Ausdauerathletin heute selbstkritisch. Das sollte ihr nicht ein weiteres Mal passieren, zum Beispiel beim Ironman-Wettbewerb in Frankfurt am Main am kommenden Sonntag, der keine weitere Station mit unangenehmem Erinnerungswert werden soll. Immerhin geht’s dort für die Dreikampf-Asse um Europameisterschafts-Ehren.

Mit gemischten Gefühlen

Und so geht die Wahl-Münchnerin mit durchaus gemischten Gefühlen an den Start in „Mainhattan“. Einerseits bestätigte unlängst der Erfolg beim Schliersee-Triathlon ihre blendende Form, die sie aus dem Trainingslager in Italien mit heim gebracht hatte. Andererseits verspürt sie einen erheblichen Respekt vor ihrer einstigen Lieblingsdisziplin, dem Laufen. „Inzwischen ist es eindeutig so, dass ich mich auf der Radstrecke am wohlsten fühle“, erklärt Ina Reinders. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass sie kürzlich am Spitzingsattel oberhalb des Schliersees als Erste durch die Zuschauermenge radelte – ein erhebendes Gefühl für die spätere Gewinnerin des Bundesliga-Wettkampfs.

Kein Wunder also, dass sich die Xantenerin ein kleines „Zwischenziel“ für den Ironman in Frankfurt setzt: „Ich will wieder als Erste vom Rad steigen.“ Schauplatz eines solchen Szenarios wäre nach 180 Kilometern der Mainkai nahe des Römerbergs, ehe zum Abschluss noch die „Kleinigkeit“ des Laufs über die Marathon-Distanz folgen wird. Das Wetter in diesen Tagen ist ideal für die unter Asthma leidende Spitzensportlerin. „Aber ob es bis zum Sonntag so bleiben wird, bezweifle ich“, befürchtete sie gestern, nachdem sie am Wettkampfort eingetroffen war.

Ina Reinders wird sich im Vorfeld des Ironman mit den Bedingungen vertraut machen. In Frankfurt gibt’s nicht so eine mörderische Radstrecke wie am Schliersee. Die Steigungen halten sich im Rahmen, die Länge wird den Aktiven aber alles abverlangen. „Alles anschauen und viel abhängen“ will sie bis zum Start am Sonntag früh um 7 Uhr. Wenn alles planmäßig läuft, dann wird sie etwa zehn Stunden später ins Ziel kommen. Das ZDF plant eine Live-Übertragung des Wettbewerbs von 16 bis 17 Uhr.

„Ich will den Kopf frei haben“

Erst nach diesem vorläufigen Saison-Höhepunkt, auf den sie intensiv hin gearbeitet hat, will sich Ina Reinders Gedanken über eine eventuelle erneute Teilnahme am legendären Hawaii-Ironman machen. „Ich stelle das ganz bewusst zurück, um den Kopf frei zu haben für Frankfurt. Mein Ziel ist hier eine Platzierung unter den besten Fünf – danach sehen wir weiter.“

Quelle: RP

 
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