Fußball: Ein gedanklicher Ausflug nach Punxsutawney
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 13.03.2008Punxsutawney heißt diese kleine Stadt in Pennsylvania, in der Bill Murray als zynischer TV-Wetteransager albtraumhaft wieder und wieder denselben Tag erlebt. 1993 gab es den Kinohit, an den sich jetzt auch Wolfgang Gehnen erinnert. „Da muss ich schon an den Film ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘ denken“, sagt der Trainer des FC Meerfeld. Freilich, nicht an Bill Murray oder gar Andy MacDowell, die ebenfalls eine Hauptrolle spielt.
Der Coach des FC Meerfeld, Tabellendritter der Fußball-Kreisliga A, macht sich vielmehr so seine Gedanken über den Gegner am kommenden Sonntag. „Alemannia Kamp hat in den vergangenen Jahren immer eine bärenstarke Mannschaft gehabt“, sagt Gehnen und kommt noch mal auf das Murmeltier zurück: „Und jedes Jahr sind die Kamper eingebrochen und haben ihr Saisonziel nicht erreicht!“
Kamps riesige Hypothek
Kamps Hauptdarsteller heißt Guido Schnitzerling, steht als Trainer an der Seitenlinie und wird sich vermutlich ebenfalls denken, dass es auch in dieser Saison wieder nichts mit dem Aufstieg werden dürfte. Neun Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz, das ist bei der Ausgeglichenheit und Stärke der Teams an der Spitze schon eine riesige Hypothek. Vor allem nach dem 0:4 beim Tabellenzweiten VfL Repelen II am vergangenen Sonntag. „Da hätten wir noch zwei Stunden spielen können, ohne etwas auf die Beine zu stellen“, beschreibt Schnitzerling das enttäuschende Treiben seiner Kicker.
Und jetzt kommt der FC Meerfeld. „Wir können nun wirklich keinem den Kopf abreißen; es muss ja schließlich weiter gehen. Nur: Wir müssen es besser machen als in Repelen. Das 0:4 müssen wir abhaken!“ Die Einsätze von Lukas Ordon (Oberschenkel) und Danny Stöweno (Fußprobleme) sind fraglich. Kollege Gehnen dagegen meldet „alle Mann an Bord“. „Unsere Bank ist gut besetzt, und wenn wir so wie am vergangenen Sonntag beim 4:1 gegen Hohenbudberg spielen, werden wir auch in Kamp bestehen!“
Hohe Hürde im Schlosspark
Der Spitzenreiter SV Schaephuysen empfängt die Ossenberger Concordia – das müsste zu schaffen sein. Der Verfolger VfL Repelen II reist zum Schlosspark und dürfte beim GSV Moers II vor der wesentlich höheren Hürde stehen. Nach dem 1:1 beim Liga-Chef bekommt es der SV Scherpenberg jetzt mit dem Tabellenletzten OSC Rheinhausen II zu tun. SVS-Trainer Rainer Wölk wird seiner Elf einimpfen, den Gegner bloß nicht zu unterschätzen. Der VfL Repelen I will seine Aufholjagd im Liga-Keller auch gegen den mit zwei Siegen optimal ins neue Jahr gekommenen SV Sonsbeck II fortsetzen. Bleibt noch der TSV Türkiyemspor Lintfort: Dessen Auftritt beim TuS Asterlagen „riecht“ förmlich nach einem Unentschieden.
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