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Ein neues Boot muss her

VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 12.02.2008

Stephan Handick aus Kamp-Lintfort und Thorsten Wenten aus Xanten und haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Die Segler wollen bei der Weltmeisterschaft 2009 in den Niederlanden vorn mitmischen.

Der Flying Dutchman von Thorsten Wenten (links) und Stephan Handick, mit dem sie 2007 an der WM vor Spanien teilnahmen, ist 24 Jahre alt. Mit einer neuen Jolle rechnen sie sich deutlich bessere Platzierungen aus. bild: A. Fischer (archiv) Foto: RPO

Thorsten Wenten (29) und Stephan Handick (27) sind hin und her gerissen. Ihre mittlerweile 24 Jahre alte Weltmeisterschafts-Jolle weilt zurzeit in Viersen im Winterlager. Ginge es nach den beiden Seglern, werden sie dieses Boot nicht mehr zu Wasser lassen. Denn für die Ziele, die sich die zwei nach zahlreichen Gesprächen gesteckt haben, reicht es nicht mehr aus. „Wir wollen am Ball bleiben, uns verbessern und vorn angreifen“, sagt Vorschoter Handick.

Alte Jolle ist zu schwer

2009 wollen sie sich bei der Weltmeisterschaft in den Niederlanden auf dem Ijsselmeer in der Klasse „Flying Dutchman“ unter den ersten 20 Teilnehmern platzieren. Doch dafür benötigt das Duo aus Kamp-Lintfort und Xanten einen neuen schwimmenden Untersatz. „Wir sind guter Hoffnung, dass uns jemand in nächster Zeit bei dem Vorhaben finanziell unterstützen wird“, so Handick weiter. Eine moderne Jolle koste um die 30 000 Euro. Die alte versuchen sie zu verkaufen. „Das Boot ist gut, aber altersschwach. Die neuen sind leichter und am Heck flacher. Das macht einiges aus“, weiß der angehende Rettungsingenieur, der mit Wenten für den Schifferverein und Wassersportclub Vynen bei den Regatten antritt, zu berichten.

Info

Bei der Feuerwehr

Neben seinem Studium investiert Stephan Handick viel Zeit in die interne Ausbildung zum Rettungsassistenten bei der Feuerwehr. Thorsten Wenten arbeitet als Diplom-Sozialpädagoge.

Die „Kieler Woche“ findet vom 21. bis zum 29. Juni statt.

Ein Übergangsjahr

Den begeisterten Seglern juckt es schon wieder in den Fingern. In den zurück liegenden Monaten haben sie immer wieder ihre sportlichen Ausflüge analysiert, sich auf Fehlersuche begeben. „Körperlich sind wir fit. Auch technisch haben wir viel dazu gelernt. Mit anderem Material können wir noch mehr erreichen“, betont Handick.

Ende März steht der erste Start im Terminkalender. In Duisburg auf der Sechs-Seen-Platte will das Duo in die neue Saison starten. Für 2008 fallen die Ziele eher bescheiden aus. Es soll ein Übergangsjahr sein. Sollten sie tatsächlich das ersehnte neue Boot bekommen, dann wird es einige Monate dauern, bis die beiden FD-Segler hundert Prozent Leistung abrufen können. Die EM und WM seien kein Thema, eher schon die „Deutschen“ Ende September. Und die „Kieler Woche“ im Juni wollen sie auf keinen Fall verpassen – alternativ in einem geliehenem Boot.

Quelle: RP

 
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