Volleyball: Ein Ständchen für Rademaker
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 19.03.2009Die Fans feierten den Kapitän des Moerser SC von den Rängen. Ansonsten gab es gestern Abend im Adolfinum nicht übermäßig viel Grund zur Freude. Das Wichtigste am Sieg über die SG Eltmann sind die zwei Punkte für die Tabelle.
Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde in der Volleyball-Bundesliga hat sich der Moerser SC den vierten Tabellenplatz mit einem 3:1 (26:24, 25:23, 23:25, 25:22) über die SG Eltmann zurück erobert. Gleichzeitig unterlagen die Netzhoppers KW – das Team, mit dem die "Adler" um die bessere Play-off-Position ringen – beim SCC Berlin mit 0:3. Am Sonntag kommt es in Königs Wusterhausen zum direkten Duell mit den Grafenstädtern. Klar ist seit gestern Abend auch, dass der MSC in den Positionskampf um die ersten drei Plätze nicht mehr eingreifen kann.
Munteres Wechselspiel
So spielte der MSC
Zuspiel: Roland Rademaker
Diagonalangriff: Matthias Mellitzer
Mittelblock: Tim Broshog, Renzo Verschuren
Außen/Annahme: Joram Maan, Ivan Perez
Libero: Nikola Rosic
eingewechselt: Szabolcs Szalai, Aleksandar Ljubicic, Tobias Neumann
Trainer: Georg Grozer
Co-Trainer: Chang Cheng Liu
Vor rund 500 Zuschauern im Adolfinum taten sich die Gastgeber erneut schwer, den Mainfranken die Grenzen aufzuzeigen. Reichlich unzufrieden mit dem Außenangriff zeigte sich MSC-Trainer Georg Grozer nach dem Spiel. "Wir können es kaum verkraften, wenn wir zwei Spieler auf dem Feld haben, die ihre Angriffe von den Außenpositionen nicht durch bekommen", sagte er nach dem Spiel. Und so wechselte er Ivan Perez aus, brachte Szabolcs Szalai, nahm später Joram Maan heraus und schickte Perez zurück aufs Parkett. Szalai bescheinigte er immerhin eine ordentliche Partie.
Aber auch in der Annahme lief nicht viel zusammen. Zwar stabilisierte Libero Nikola Rosic den Defensivbereich nach überstandener Rückenverletzung, aber viel zu viele gegnerische Aufschläge bereiteten den Moersern Probleme. Und dabei gehört die SG Eltmann nicht zu den Bundesliga-Mannschaften, die ihren Gegnern mit dem eigenen Service Angst und Schrecken einflößen. Der Ex-Moerser Huib den Boer traf fünf Mal direkt das MSC-Spielfeld. Allerdings tat es ihm sein niederländischer Landsmann Renzo Verschuren – gestern Abend bester Akteur auf dem Parkett – gleich.
Moers mühte sich erneut zu zwei Punkten, hätte aber mit einer etwas konzentrierteren Leistung auch viel schneller gewinnen können. Lag's vielleicht am Geburtstag von Kapitän Roland Rademaker, dem die Fans von den Rängen ein Ständchen brachten? "Wir haben nicht besonders gefeiert und halten uns auch heute Abend zurück. Morgen früh ist Training, und am Sonntag geht's zu den Netzhoppers. Ein ganz wichtiges Spiel für uns", gab sich der MSC-Zuspieler professionell zurückhaltend.
"Im Moment fehlt uns der richtige Bumms im Angriff. Ich hoffe, wir bekommen das bis zu den Play-Offs wieder hin", sagte Grozer nach der Partie. Mark Lebedew, Coach der Gäste, meinte: "Wir haben ganz ordentlich gespielt und hätten mit etwas mehr Konsequenz die Partie auch gewinnen können."
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