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Volleyball: Ein "Vierer-Annahmeriegel"?

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 28.03.2009

Möglicherweise wird sich der Moerser SC heute Abend beim VC Bad Dürrenberg/Spergau unmittelbar vor den Play-Offs noch einmal mit einer komplexen Systemänderung präsentieren. Nur ein Sieg bringt die "Adler" auf Rang vier, wenn zudem Generali Haching Schützenhilfe leistet.

Mehrheitlich scheint bei den Moersern die Zielrichtung überein zu stimmen. In Bad Dürrenberg/Spergau wollen die "Adler" mit (v.l.) Szabolcs Szalai, Trainer Georg Grozer und Ivan Perez heute Abend gewinnen.  Bild: Privat Foto: RPO
Mehrheitlich scheint bei den Moersern die Zielrichtung überein zu stimmen. In Bad Dürrenberg/Spergau wollen die "Adler" mit (v.l.) Szabolcs Szalai, Trainer Georg Grozer und Ivan Perez heute Abend gewinnen. Bild: Privat Foto: RPO

"Passt auf die Dürrenberger auf. Die dürft ihr nicht unterschätzen. Uns haben sie auch einen Satz abgenommen." Georg Grozer junior, der regelmäßig mit seinem Vater in Moers telefoniert, gab diese fernmündliche Warnung aus Friedrichshafen vor dem letzten Bundesliga-Spieltag durch. Heute Abend tritt der Moerser SC beim VC Bad Dürrenberg/Spergau zum Volleyball-Showdown der Hauptrunde an. Die meisten Entscheidungen sind bereits gefallen. Für die "Adler" aber geht es noch darum, auf der Ziellinie den vierten Tabellenplatz zu erobern, denn Konkurrent Netzhoppers KW muss beim Tabellenführer Generali Haching antreten, wo den Brandenburgern eine Niederlage droht.

Info

Ohne Pause weiter

Im Anschluss an die Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga geht es ohne Unterbrechung mit den Viertelfinalspielen der Play-off-Runde weiter. Der Gegner des Moerser SC sind die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Am 7. April treffen beide Teams aufeinander Wer von den beiden Kontrahenten zunächst Heimrecht genießt, entscheidet sich morgen Abend.

"Für uns geht es noch um was"

Unbedingt gewinnen müssen aber die Moerser ihrerseits in Dürrenberg, weisen sie doch das deutlich schlechtere Satzverhältnis gegenüber den Netzhoppers auf. Und MSC-Trainer Georg Grozer erklärt vor der heutigen Abreise mit dem Bus: "Die Tatsache, dass wir in dieser Saison bereits zwei Mal klar gewinnen konnten, sollte uns nicht dazu verführen, an einen leichten Sieg zu denken. Für uns geht es noch um was, Dürrenberg kann nichts mehr passieren."

Die Mannschaft von Trainer Lars Schneider, der erst kürzlich seinen Chef-Coach Michael Merten "beerbte", hat mit dem Erreichen der Play-off-Runde ihr Saisonziel erreicht. Es ist also davon auszugehen, dass die Dürrenberger locker an die letzte Heimaufgabe vor den Play-Offs heran gehen werden. Allerdings sprechen sie auch davon, sich für die klare 0:3-Niederlage gegen den SCC Berlin am vergangenen Dienstag nach nur 65 Spielminuten nun gegen den MSC rehabilitieren zu wollen.

In den letzten Trainingseinheiten testeten die "Adler" einen "Vierer-Annahmeriegel", der dann denkbar ist, wenn Joram Maan wieder als Diagonalangreifer zum Einsatz kommen sollte. Allerdings macht Grozer wie üblich ein Geheimnis aus seiner Aufstellung: "Durchaus möglich, dass es Überraschungen gibt. Vor den Play-Offs brauchen alle nochmal Spielpraxis."

Ob eine Systemänderung im Annahmebereich – nach den Positionswechseln der Spieler in der Rückrunde wäre dies eine weitere komplexe Neuorientierung – kurz vor der entscheidenden Saisonphase Sinn macht, lässt sich hin- und her diskutieren. Ein Risiko birgt ein solcher Schritt allemal. Aber Grozer zieht auch eine realistische Bilanz der bisherigen Saison: "In der Hinrunde haben wir stärker gespielt. Vor allem Außen und mit den Aufschlägen haben wir in der Rückrunde viel zu wenig gepunktet."

Quelle: RP

 
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