Fußball: Eine besonders aufgeräumte Schublade
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 24.07.2008Ein gut aufgeräumter Schreibtisch ist nicht zu verachten. Etwas weiter unten, aber auch nicht ganz hinten fand sich schließlich in der Schublade eine fast zwei Jahre alte Bewerbung, die dem Fußball-Kreisligisten SV Schwafheim nun zu seinem neuen Trainer verhalf.
„Carsten Bujok hatte sich damals schon bei uns gemeldet“, erinnerte sich Holger Kleinekort, der zweite Vorsitzende des Vereins von der Altforfer Straße, noch rechtzeitig.
Denn dass der Club plötzlich mitten in der Vorbereitung zur neuen Saison ohne Übungsleiter da stand, war auch vom Vorstand nicht erwartet worden. Nach dem Aufstieg der zweiten Mannschaft (beide Teams spielen jetzt in der Kreisliga B) war mit den Trainern Harald Kluth, zuständig für die erste Garnitur des Vereins, und Günther Kalusok, der das Aufstiegsteam führte, ein simpler Plan vereinbart worden.
„Die besten Spieler aus beiden Mannschaften sollten die Chance erhalten, unter Harald Kluth in der ersten Mannschaft zu spielen“, erläutert Kleinekort das Schwafheimer Ziel vor der Saison. So richtig hat‘s nicht geklappt, nicht alle Akteure der kickenden Zunft wollten da mitspielen, worauf Kluth, wie Schwafheims zweiter Vorsitzender erläutert, kurzfristig sein Amt niederlegte. Da zudem einige Spieler den Verein enttäuscht verließen, sah sich der SVS sogar gezwungen, per Aufruf in den Tageszeitungen neue Akteure zu finden.
Trainersuche mal ganz einfach
Die Suche nach dem neuen Trainer ging da wesentlich einfacher über die Bühne. Carsten Bujok erhielt den Zuschlag und die Aufgabe, der ersten Auswahl des SVS künftig zu guten Laistungen zu verhelfen. Der 35-Jährige, der vor knapp zwei Jahren im Streit mit dem SV Scherpenberg sein dortiges Amt als Spielertrainer der Reserve niederlegte und mit einem Großteil der damaligen Mannschaft den Club im Wäldchen verließ, hat inzwischen auch schon einige seiner damaligen Mitspieler an der neuen Adresse in Schwafheim wieder gefunden.
„Wir trainieren derzeit mit 22 Akteuren, bis zum ersten Spieltag wird der Kader auf 18 Spieler reduziert“, berichtet Bujok von seinen Plänen, die allerdings schon jetzt durch einige Verletzungen in Gefahr geraten sind. Teodola Hilla, torgefährlicher Stürmer, fällt mit einem Kreuzbandriss aus. Auch Bernd Heimansberg, Michael Lammers und Jochen Kinner werden auf ihre ersten Saisoneinsätze in der Gruppe 2 der B-Liga warten müssen.
„Nach dem ganzen Hickhack im Verein und angesichts der derzeitigen Ausfälle streben wir einen einstelligen Tabellenplatz an“, beendet Bujok alle eventuell gehegten Aufstiegsspekulationen. Die wandern gleich in die Schublade, aber die ist in Schwafheim ja besonders gut aufgeräumt . . .
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum