Volleyball: Eine störungsfreie Expedition?
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 06.12.2008Nur ungern denkt Georg Grozer an das letzte Aufeinandertreffen zwischen der SG Eltmann und dem Moerser SC zurück. Damals lief alles schief, was nur daneben gehen konnte. Für heute Abend wünscht sich der Trainer der favorisierten „Adler“ daher einen Auftritt ohne Katastrophen.
Vier Spiele in Serie verlor der Volleyball-Bundesligist SG Eltmann zuletzt. Aber die Stimmung am Main dürfte dennoch gut sein, denn jetzt kommt der „Lieblingsgegner“. Heute Abend versucht sich der Moerser SC ein weiteres Mal in der Georg-Schäfer-Sporthalle. Dort gab es in den letzten Jahren nur selten etwas zu gewinnen für die „Adler“. Das aber ist unbedingt erforderlich, wenn die Grafenstädter weiter in der Spitzengruppe der Bundesliga vertreten sein wollen.
„Auf unsere Stärken besinnen“
MSC-Trainer Georg Grozer denkt mit Grausen an den letzten Auftritt seines Teams in Bayern zurück: „Das war eine Katastrophe. Wir haben total hochnäsig und arrogant gespielt. Eltmann dagegen kämpfte stark und gewann schließlich völlig verdient. Damit so etwas nicht wieder passiert, müssen wir uns einfach auf unsere Stärken besinnen. Dann klappt das schon.“ Nach der Niederlage der mit Stars wie Guido Görtzen, Ralph Bergmann oder Georg Grozer junior gespickten Moerser Mannschaft blieb auch noch der Bus auf der Heimreise mit einem Keilriemen-Riss auf der Autobahn liegen. Verständlich, dass sich Grozer eine „Expedition ohne Störungen“ wünscht. Busfahrer Erwin Hanemann verspricht vor der Abreise heute gegen zehn Uhr: „Null Störungen.“
Diskussionen erledigt
Deutlich aufsteigende Tendenz zeigte Matthias Mellitzer in den letzten Spielen für den Moerser SC. Der Knoten scheint für den Diagonalangreifer aus Österreich endlich geplatzt zu sein. Beim DVV-Pokalspiel in Bad Dürrenberg/Spergau und vor allem am vergangenen Mittwoch in der Partie gegen den VC Leipzig zeigte er, was es heißt, der Hauptangreifer seines Teams zu sein. Satte 23 Scorerpunkte gelangen Mellitzer gegen die Messestädter. Damit erledigen sich wohl alle Diskussionen um die Besetzung seiner Position.
Auf dem Papier ist der MSC klarer Favorit in Eltmann. Die Moerser spielten im bisherigen Saisonverlauf konstanter als die Mainfranken. Die Niederlagen in Rottenburg, gegen Haching und im Europapokal-Hinspiel bei Aquacare Halen sind aufgearbeitet. Zuletzt überzeugten Grozers Mannen mit klaren Erfolgen in Bad Dürrenberg und gegen Leipzig. Eltmann dagegen rutschte bereits heftig in Bad Dürrenberg (0:3), knapp in Rottenburg (2:3), ebenso knapp gegen den VC Olympia Berlin (2:3) sowie deutlich im Pokalspiel gegen Rottenburg (0:3) aus. Vieles scheint am Main davon abzuhängen, ob sich Andras Geiger in guter Form befindet.
Weniger in Richtung Eltmann, dafür aber umso konzentrierter auf seine eigenen Spieler schaut Grozer, der heute Abend erneut Tim Broshog das Vertrauen neben Renzo Verschuren in der Mitte schenken dürfte. Nach dem Abschlusstraining gestern Abend erklärte der Moerser Coach: „Sascha hat seine Verletzung noch im Hinterkopf.“ Damit meint er Aleksandar Ljubicic, der gegen Leipzig nur zu einem Kurzeinsatz gekommen war. Alle weiteren Moerser Asse sind fit und brennen darauf, die Schmach aus der Vorsaison wett zu machen. Wie schon erwähnt: Die gute Tabellenposition wollen die „Adler“ in Eltmann diesmal nicht gefährden.
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