Eine weitere MSC-Allianz
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 04.03.2009Der Volleyball-Pokalfinalist aus der Grafenstadt darf mehrmals in der Sporthalle der Bundesliga-Damen des USC Münster trainieren, wo er sich an die Ausmaße der Gerry-Weber-Halle in Halle gewöhnen kann.
Wohl kein Vorteil
MSC-Libero Nikola Rosic und Mittelblocker Aleksandar Ljubicic haben schon ostwestfälische Finalluft geschnuppert. Ein Vorteil für Moers? MSC-Coach Georg Grozer: "Diesen Vorteil sehe ich nicht. Es wäre erst dann vorteilhaft, wenn wir dort zwei Wochen lang trainieren könnten."
Der Zeitpunkt ist gekommen, da sich bei den Volleyballern des Moerser SC alles auf den kommenden Sonntag Nachmittag fokussiert – das Finale um den deutschen Volleyballpokal zwischen dem MSC und Generali Haching im Gerry-Weber-Stadion zu Halle/Westfalen wirft nun seine Schatten immer deutlicher voraus. Der wichtige Bundesliga-Sieg gegen evivo Düren am Montag Abend ist positiv verarbeitet – so erklärt es jedenfalls Trainer Georg Grozer. Und nun konzentrieren sich Trainerstab und Spieler auf den zumindest vorläufigen Höhepunkt der Saison.
Dabei hat der MSC in den letzten Tagen eine neue Allianz geschmiedet. Die Volleyballerinnen des USC Münster haben sich bereit erklärt, die "Adler" morgen und am Freitag in der Sporthalle Berg Fidel trainieren zu lassen. "Das macht Sinn für uns, damit wir uns an die Dimensionen des Gerry-Weber-Stadions gewöhnen können. Die Halle in Münster ist noch etwas höher als die Bayer-Sporthalle in Wuppertal", weiß Grozer. Im Gegenzug haben die Moerser das komplette USC-Bundesligateam zum Pokalfinale nach Halle eingeladen.
Im Kader der Münsteranerinnen steht auch die Ungarin Barbara Degi. "Gegen ihren Vater Eugen habe ich in jungen Jahren in Ungarn selbst noch aktiv gespielt", erinnert sich Grozer. Degi stand damals mit dem ehemaligen MSC-Trainer Laszlo Buzek in einem Team. Ein weiterer Kreis also, der sich hier schließt.
Am Samstag wird der MSC-Tross nach Halle anreisen. Eine Trainings-Einheit am Nachmittag sowie eine weitere Kurz-Einheit am Sonntag Vormittag werden die sportliche Vorbereitung auf das Endspiel abrunden. Im Adolfinum wurde gestern noch mal trainiert, und auch heute folgt noch eine Einheit.
Unterdessen hat der Moerser Coach die denkwürdige Partie gegen Düren nochmals genau analysiert. "Unsere lange Schlafphase in den beiden ersten Sätzen war absolut unnötig. Allerdings hat unsere Gegner in dieser Phase auch sehr stark gespielt. Da waren bei den Dürenern kaum Fehler zu erkennen. Ab dem dritten Satz lief's dann anders herum, und wir haben unsere Nervosität abgelegt. Ich habe Verständnis für die Jungs, die sich nach einigen schwächeren Spielen selbst stark unter Druck gesetzt hatten", sagte Grozer gestern. "Und doch wird es gegen Haching wohl ein ganz anderes Match werden."
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