Volleyball: Endlich: Es ist Play-off-Zeit!
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 04.04.2009Heute Abend beginnt die entscheidende Phase der Volleyball-Bundesliga. Im Viertelfinal-Hinspiel erwartet der Moerser SC das Team der Netzhoppers aus Königs Wusterhausen. Nach dem Modus "best of three" ermitteln die beiden Kontrahenten einen Halbfinalisten.
Das Geplänkel der Bundesliga-Normalrunde ist vorbei, die Play-Offs beginnen. Endlich, mag man denken, denn nun geht es um Alles oder Nichts. Heute Abend um 19.30 Uhr erwartet der Tabellenvierte Moerser SC den -fünften, die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen, zum ersten von maximal drei Viertelfinalspielen nach dem Modus "best of three". Und dann heißt es auch "Grozer und Liu gegen Culic", das Duell der Trainer, die einst Seite an Seite den bislang einzigen Meistertitel in die Grafenstadt holten.
Kein Platz für Nostalgie
Das allerdings tritt für die sportlich Verantwortlichen in den Hintergrund, denn die Gegenwart bietet keinen Platz für Nostalgie. Zu groß ist der Druck vor allem für den Moerser SC, die holprige Rückrunde noch einmal vergessen zu lassen. Vielleicht haben die "Adler" ja rechtzeitig die Kurve bekommen. Der klare 3:0-Sieg in Bad Dürrenberg weckte Erinnerungen an die glanzvolle Hinrunde, als die "Adler" noch vor Spielwitz sprühten.
Tower für Deutschland
35 Spieler hat Raul Lozano, der neue Volleyball-Bundestrainer, gestern in einen vorläufigen Kader berufen, der 2009 die WM-Qualifikation in der Slowakei, die EM-Endrunde in der Türkei sowie die European League bestreiten soll. Mit dabei: Tim Broshog vom Moerser SC, den sie bei den "Adlern" auch "Tower" rufen.
Vor zwei Wochen unterlagen sie allerdings in Königs Wusterhausen nach fünf Sätzen, der einzigen Tiebreak-Niederlage im bisherigen Saisonverlauf. Und Salvador Hidalgo Oliva, der beste Scorer der Brandeburger, war damals verletzungsbedingt noch nicht einmal dabei. Es dürfte also nicht gerade ein Leichtes sein, das Team von Coach Mirko Culic im Viertelfinale auszuschalten. Im Gegenteil: Der MSC und sein Trainer-Duo sollten sich auf ein ganz hartes Stück Arbeit möglicherweise über drei Spiele einstellen.
Berufung für ein Netzhoppers-Trio
Nicht zu Unrecht wurden mit Libero Sebastian Prüsener, Zuspieler Manuel Rieke und Diagonalangreifer Matthias Böhme gestern drei KW-Akteure in den vorläufigen Auswahlkader von Bundestrainer Raul Lozano berufen. Es war zudem bekanntlich eine ganz knappe Angelegenheit, die zum Ende der Bundesliga-Normalrunde über die bessere Platzierung zwischen Moers und KW entschieden wurde.
"Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Wir wollen und müssen gewinnen, wenn wir weiter kommen möchten", erklärt MSC-Trainer Georg Grozer unmissverständlich. Ob er wieder auf seine zuletzt jungen Spieler setzen, oder doch die routinierten Niederländer, die in Dürrenberg eine Pause erhalten hatten, aufbieten wird, verriet er wie gewohnt nicht. Nach den letzten Trainingseindrücken und Analyse-Arbeit weiß der Moerser Coach: "Wir müssen den Außenangriff verstärken und unser Aufschlagsspiel verbessern." Aber er ist auch wie üblich ein Optimist, indem er erklärt: "Wir wissen, wie man KW besiegen kann."
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