Volleyball: Es gibt noch einen anderen Kuchen
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 09.03.2009Die Pokalfinal-Niederlage gegen Generali Haching war noch kaum verdaut, da zeigten sich die Moerser Volleyballer schon wieder von ihrer kämpferischen Seite. Ab sofort wollen sich MSC-Trainer Georg Grozer und seine Schützlinge darauf konzentrieren, in der Meisterschaft zu glänzen.
"Wir haben einfach nur Pech gehabt. Ich bin sicher, dass wir mit einem kompletten Team eine große Chance gehabt hätten, das Spiel zu gewinnen", sagte MSC-Präsident Günter Krivec, der sich mit einem roten T-Shirt mitten unter die Moerser Fans gemischt hatte. Auch Trainer Georg Grozer sah es so: "Die Hachinger waren heute nicht besonders stark. Die hätten wir mit Nikola packen können. Jedenfalls hätten wir nicht so viele Probleme mit den Flatteraufschlägen unseres Gegners gehabt." Schnell schauten aber alle nach vorn. "Motivationsprobleme kennen wir nicht. Die Bundesliga ist ein ganz anderer Kuchen, und da wollen wir noch ein paar Mal ordentlich reinbeißen", erklärte der Coach der "Adler".
Sonntag nach Leipzig
Heute haben die Moerser Spieler einen Tag frei. Morgen steht Regeneration auf dem Programm für die "Adler". Am Mittwoch beginnt die konzentrierte Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel beim VC Leipzig, dem Auftakt zu den letzten vier Begegnungen in der Normalrunde vor den Play-Offs.
Lieber ohne Ausrede verlieren
MSC-Kapitän Roland Rademaker, der sich nach dem Spiel auch mit einigen Journalisten aus den Niederlanden unterhalten hatte, erklärte kämpferisch: "Ich möchte gern noch einmal hier spielen. Das war ein tolles Erlebnis, vor solch einem Publikum aufzutreten." Für seinen verletzten Teamkameraden Nikola Rosic tat es ihm besonders leid: "Es ist einfach nur schade. Er hätte es so verdient gehabt. Ich glaube, die Niederlage tut ihm noch viel mehr weh als uns. Am liebsten würden wir ohne jede Ausrede verlieren, aber es war klar, dass wir ohne Libero mehr Probleme in der Annahme haben würden."
Auch der holländische Zuspieler des MSC nahm das Restprogramm in der Volleyball-Bundesliga ins Visier: "Wir können es schaffen, den vierten Tabellenplatz zu holen. Das ist auch unser Ziel, denn die Netzhoppers, die im Moment noch vor uns in der Tabelle sind, haben das schwerere Pensum zu spielen." Und dann ließ er sich noch einige Gedanken über seine sportliche Zukunft entlocken. "Ich würde gern auch im nächsten Jahr mit dem Moerser SC spielen – wenn man mich denn haben will. Diese Mannschaft kann sich nämlich noch weiter entwickeln."
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