Handball: Es wird mal wieder Zeit
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 19.01.2007Im Top-Spiel der Handball-Oberliga gastiert der Tabellendritte TV Kapellen am Sonntag beim Spitzenreiter TV Aldekerk. Der letzte Sieg der Moerser über die Kerkener Vorzeigetruppe liegt fast drei Jahre zurück.
Am späten Sonntag Nachmittag steigt in der Kerkener Vogteihalle das von vielen Handballfans mit größter Spannung erwartete Lokalderby der Handball-Oberliga zwischen dem Spitzenreiter TV Aldekert und dem Tabellendritten TV Kapellen. Schon allein die Platzierungen in dieser Rangliste lassen ein emotions- und spannungsgeladenes Niederrheinduell erwarten – wie es in der Vergangenheit stets war, wenn die beide Mannschaften aufeinander trafen.
Zurzeit drei Punkte Rückstand
Die Vorzeichen vor dieser Partie sind eindeutig: Die Gastgeber können sich durchaus eine Niederlage erlauben, ohne aus dem engsten Kreis der Aufstiegsfavoriten auszuscheiden. Das gilt freilich nicht für die Kapellener: Bei drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter sollten sie tunlichst beide Punkte nach Moers entführen, um sich eine realistische Chance auf Titelgewinn und Aufstieg zu erhalten. Im Fall einer Niederlage hat sich der TVK wohl dauerhaft aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Somit wissen alle Beteiligten: Der weitaus höhere Druck liegt bei den Gästen.
Optimistischer Kapitän
Mannschaftskapitän Sascha Saalfeld ist neben Jörg Schepermann und Thorsten Giesbertz der einzige TVK-Spieler, der beim letzten Kapellener Sieg über Aldekerk schon dabei war. „Ich glaube an einen knappen Sieg“, sagt der gerade erst genesene Linksaußen.
Hinzu kommt, dass der letzte TVK-Erfolg gegen Aldekerk schon fast drei Jahre zurück liegt: Am 20. März 2004 gewannen die Blau-Weißen aus Moers (auswärts) mit 37:30. Kapellens Trainer Peter Brixner: „Wir sind eindeutig in der Rolle des Außenseiters. Wenn wir zum Beispiel ähnlich schlecht spielen wie zuletzt gegen Niederwermelskirchen, dann können wir uns in Aldekerk rein gar nichts ausrechnen.“
Trotzdem haben die Gäste wenigstens einen kleinen Vorteil. Während Aldekerk in diesem Jahr erstmals unter Wettkampfbedingungen antritt, haben die Kapellener bereits zwei wichtige Spiele absolviert und stehen somit „im Saft“. Der Spitzenreiter hat dagegen erst zwei wenig aussagekräftige Testspiele bestritten – ohne seinen Regisseur Maher Farhan, was die schwachen Leistungen erklären mag. Auch für Sonntag ist sein Einsatz noch längst nicht sicher. Der TVK hofft, dass Martin Dudler seine Muskelverletzung auskuriert hat und zur guten Form der letzten Spiele zurück findet. Ansonsten sind alle Mann an Bord: Indes: Mats Wiedemann hat in dieser Woche aus beruflichen Gründen kaum trainieren konnte.
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