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Handball: Felicia gibt Lintfort ihr Ja-Wort

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 29.05.2008

Nach intensiven Bemühungen vonTrainerin Bettina Grenz-Klein wechselt die 17-jährige Felicia Idelberger zum TuS Lintfort. Um die hochtalentierte Handballerin bemühte sich auch Erstligist DJK/MJC Trier – allerdings vergeblich

Das Trikot des Deutschen Handballbunds trug Felicia Idelberger auch schon. Sie durchlief alle Auswahlteams im Nachwuchsbereich. bild: privat Foto: RPO
Das Trikot des Deutschen Handballbunds trug Felicia Idelberger auch schon. Sie durchlief alle Auswahlteams im Nachwuchsbereich. bild: privat Foto: RPO

Beharrlichkeit zahlt sich häufig aus. Diese Erfahrung machte Bettina Grenz-Klein, Trainerin der Handballfrauen des TuS Lintfort, die nicht nachließ, die 17-jährige Felicia Idelberger immer wieder davon zu überzeugen, an den linken Niederrhein zu wechseln. Zunächst konnte sich die wurfstarke Rückraumspielerin, die zuletzt bei den Mädchen A von Bayer Leverkusen in der Regionalliga spielte und auch bei der Zweitvertretung des Vereins in der Regionalliga eingesetzt wurde, nicht zu einem Wechsel entschließen, denn sie wollte sich nicht ausschließlich auf die Zweite Bundesliga konzentrieren, sondern auch noch die Möglichkeit haben, in einer starken Jugendmannschaft spielen zu können. Die kann der TuS allerdings nicht bieten. Allerdings wurde auf dem Staffeltag der Zweitligisten in Riesa beschlossen, dass eine junge Spielerin sowohl in der Jugend des Vereins X, als auch bei den Senioren des Vereins Y spielen kann.

Info

Felicias Stationen

Felicia Idelberger begann ihre „Handballkarriere“ bei der JSG Solingen, wechselte dann nach Neuss, wo sie mit den Mädchen C Westdeutsche Vizemeisterin wurde, was ihr auch später mit den Mädchen A in Leverkusen gelang. Ferner durchlief sie die Auswahlmannschaften des Handballverbands Niederrhein und des Westdeutschen Handballverbands bis zum DHB. Beim Länderpokal wurde sie kürzlich als halblinke Aufbauspielerin ins All-Star-Team gewählt.

Erst galt Vanessa das Interesse

Zunächst sind die Lintforter verantwortlichen auf Felicias Schwester Vanessa aufmerksam geworden, die ebenfalls bei Bayer Leverkusen II spielte, den Verein jedoch verlassen wollte. Daraus wurde aber nichts, weil sie sich wegen des Studiums wohnlich in Richtung Gummersbach veränderte. In mehreren Gesprächen ist dann auch mehrfach über die jüngere Schwester gesprochen worden, so dass Bettina Grenz-Klein sie zu einem Probetraining einlud. „Beim Training hat sie bewiesen, welche Qualitäten in ihr stecken“, betont die Trainerin. „Sie ist schnell, dynamisch, sehr kaltschnäuzig im Abschluss und variabel einsetzbar. Ich freue mich, dass sich Felicia entschlossen hat, zu uns zu kommen. Sie passt in unser Konzept mit jungen Spielerinnen, und meines Erachtens bringt sie alles mit, um sich in der Zweiten Bundesliga durchzusetzen.“

Die Klosterstädterinnen waren aber nicht die einzigen Interessenten. Durch ihre Leistungen in den Auswahlmannschaften sind auch einige Erstligisten auf den „Rohdiamanten“ aufmerksam geworden – besonders Erstligist Trier. Dort war Felicia bei einem einwöchigen Trainingslager zu Gast und hinterließ wohl auch in der Römerstadt einen ausgezeichneten Eindruck. Der Schülerin wurde angeboten, in Trier zu bleiben und dort das Handball-Internat zu besuchen. Der Wechsel in ein anderes Bundesland, hätte jedoch weitreichende schulische Konsequenzen gehabt, denn in Rheinland-Pfalz steht das Abitur bereits nach zwölf Schuljahren an und in Nordrhein-Westfalen noch nach 13 Jahren.

Als sportliche Ziele gibt die 17-Jährige, die bereits mit vier Jahren bei der JSG Solingen ihre ersten Handballversuche startete, an, sich einen Stammplatz in der Zweiten Bundesliga zu erkämpfen – und später auch in der Deutschen Eliteliga, wobei es ihr besonders wichtig ist, den Spaß am Handball nicht zu verlieren.

Damit sind die Personalplanungen beim TuS Lintfort für die kommenden Saison abgeschlossen. Allerdings wird der Markt weiter beobachtet, und sollte sich noch eine Spielerin anbieten, die eine echte Verstärkung wäre, würden die Lintforter Verantwortlichen auch nochmals aktiv werden.

Quelle: RP

 
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