Reiten: Fernlicht und Fahrlicht
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 11.06.2007Das große Sommerturnier des RuFV Rheurdt stellte Rekorde auf. 42 Prüfungen mit 1400 Starts und großem Zuspruch aus der Bevölkerung wurden bewältigt. Auch zwei Kreismeister aus den eigenen Reihen durften gefeiert werden.
Viele auswärtige Besucher stießen am Wochenende auf die Bezeichnung „Ökodorf am Niederrhein“, als sie nach Rheurdt kamen. Dort wimmelte es nur so von Pferden, Reitern und Gästen, denen die emsigen Turnier-Organisatoren ein prächtiges Unterhaltungsprogramm boten. Im Mittelpunkt des großen Sommerturniers (42 Prüfungen; 1400 Starts) standen die Titelkämpfe der Fahrsportler aus dem Kreisreiterverband Kleve. Und damit hat sich die Gemeinde wieder das Attribut „Fahrsport-Mekka am Niederrhein“ verdient. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen dürfte als Schirmherr der dreitägigen Veranstaltung des RuFV Rheurdt wohl kaum einen Einwand gegen diese Bezeichnung haben.
Malocher-Fete
Harte Arbeit soll belohnt werden – und die ehrenamtlichen Helfer des Rheurdter Turniers sehen mit Freude der „Malocher-Fete“ entgegen, die schon am kommenden Freitag steigen wird. Mit dabei sein werden dann nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch etliche Helfer, die „einfach so“ mit angepackt haben.
Erschöpft, aber glücklich
Der Erste Bürger hätte problemlos jedem zweiten Rheurdter auf der Platzanlage an der Kirchstraße persönlich die Hand schütteln können. Da auch Petrus – man munkelt, er sei ebenfalls ein Niederrheiner – mitspielte, war vieles an diesem Wochenende rekordverdächtig, nicht nur die Besucherzahl. Zu spüren bekamen das die rund 70 Helfer, deren Mienen gestern Abend erschöpft, aber glücklich wirkten. Und das galt auch für die neuen Kreismeister, darunter erneut einige Lokalmatadoren. Lambert Zylstra (Kessel) siegte mit seinem Großpferde-Einspänner vor Ernst-Willi Kuypers aus Rheurdt, der seinen Lucky erfolgreich durch die drei Prüfungen steuerte.
Namensvetter Peter Kuypers (Kessel) gewann mit Fernlicht und Fahrlicht (so heißen die Tiere wirklich) bei den Großpferde-Zweispännern. Hier war kein Rheurdter Starter auf den Medaillenplätzen vertreten. Dafür gab’s reichlich Edelmetall bei den Ponies: Theo Rams (Zweispänner) und Herbert Groos (Einspänner) ließen sich die Goldmedaillen umhängen. Den Rheurdter Triumph bei den Einspännern machten Ludger Greis mit Silber und Heiner Bröcheler mit Bronze perfekt. „Das ist doch fantastisch für unsere Fahr-Abteilung“, meinte Pressewartin Andrea Greis, die von neuesten Plänen zu berichten wusste, dass die Reitsportanlage künftig gar um eine weitere Fläche für die Fahrer wachsen könnte.
In Scharen waren die Zuschauer an den Parcours gepilgert. Mehr als 100 neugierige Fans bevölkerten das Wasserhindernis, bei dem es spektakuläre Fontänen, aber auch etliche Verweigerungen zu beobachten gab. „Ich finde das immer spannend, ob die Pferde hier durch laufen oder nicht“, meinte ein kleiner Knirps grinsend.
Im Rahmen der Dressur- und Springprüfungen jagte der Nachwuchs nach Punkten für die Rangliste des Raiffeisen-Markt-Cups. Dressurreiterin Stephanie Dahmen vom RV Seydlitz Kamp und ihre Vereinskameradin Anna-Lena Nanz, die beim Stilspringen startete, belegten im großen Feld jeweils den ausgezeichneten vierten Rang.
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