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Für lange Zeit ohne Skelnik

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012

Vier bis sechs Wochen muss die HSG Vennikel, Schlusslicht der Handball-Verbandsliga, auf ihren Abwehrchef verzichten. Auch den SVN plagen große personelle Probleme. Die Moerser Adler sind im Aufwind und wollen mehr.

Auf Christian Skelnik (am Ball) im Abstiegskampf verzichten zu müssen, ist für die HSG Vennikel besonders bitter. bild: huk (archiv) Foto:
Auf Christian Skelnik (am Ball) im Abstiegskampf verzichten zu müssen, ist für die HSG Vennikel besonders bitter. bild: huk (archiv) Foto:

Die Moerser Adler HSG befinden sich in der Handball-Verbandsliga deutlich im Aufwind, was sie auch am kommenden Samstag im Derby beim Aufsteiger VfB Homberg beweisen wollen. Starteten die Gäste mit 0:4 Punkten in die Saison, so holten sie in den ersten beiden Partien der Rückrunde gegen die selben Gegner 3:1 Zähler. Anders sieht's bei den Hombergern aus, die aus den letzten beiden Begegnungen lediglich einen Punkt auf der Habenseite verbuchten. Recht erfolgreich in die Saison gestartet, müssen sich die Hausherren nun langsam, aber sicher mit dem Abstiegskampf vertraut machen, zumal da sie letztmals am 4. Dezember (30:22 gegen Schermbeck) einen doppelten Punktgewinn eingefahren hatten.

"Es wird bestimmt nicht so einfach wie im Hinspiel", glaubt der Moerser Trainer Dieter Lau. Damals hatten seine Schützlinge mit 35:26 klar die Oberhand behalten. "Wir wollen den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle wahren. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen und auch aufgrund der kämpferischen Einstellung meiner Mannschaft gehe ich positiv an diese Aufgabe heran." Die Moerser werden voraussichtlich mit ihrem komplette Kader anreisen. Zwar gibt es hier und da kleinere Blessuren – Florian Upelj laboriert noch einer Daumenverletzung und Henrik Bullermann hat Probleme mit dem Knie –, doch dürfetn diese bis zum Anpfiff nicht mehr relevant sein.

Info

Da kommt noch mehr

In seinem ersten Spiel für die Moerser Adler HSG gegen den SV Schermbeck (26:26) lieferte Christian Lange, wie berichtet, eine ordentliche Vorstellung ab. "Das waren noch keine 100 Prozent", betonte der wurfgewaltige Rückraumspieler. "Ich bin noch nicht ganz drin, aber ich glaube, dass es von Spiel zu Spiel besser wird." Zufrieden war sein Trainer Dieter Lau: "Man hat gesehen, wie wertvoll der Christian für uns sein kann. Er wird seine Leistung in den nächsten Spielen bestimmt weiter stabilisieren."

Ein Spitzenreiter, der wackelt

Als krasser Außenseiter tritt der SV Neukirchen am Samstag beim Liga-Primus Treudeutsch Lank an, auch wenn die Gastgeber ihre letzten beiden Spiele verloren haben, womit sie zugleich ihre ersten beiden Saison-Niederlagen einstecken mussten. "Mir wäre es lieber gewesen, wenn die Lanker nicht zwei Mal verloren hätten", betont SVN-Spielertrainer Björn Baar. "Sie werden gerade vor eigenem Publikum zeigen wollen, dass sie es besser machen können. Wir fahren allerdings durchaus mit dem Ziel nach Lank, etwas Zählbares mitzunehmen." Das wäre auch bereits im Hinspiel möglich gewesen, doch in der Schlussphase der Partie vergaben die Neukirchener einen möglichen Sieg und verloren knapp mit 23:25.

Die personelle Situation treibt Baar einige Sorgenfalten auf die Stirn. Dirk Pruschinski fällt aus beruflichen Gründen aus, und Stephan Liekenbrock ist privat verhindert. Hinzu kommt, dass hinter dem Einsatz von Abwehrchef Dennis Kühn ein großes Fragezeichen steht. Er laboriert an einer Handverletzung, die er sich bei der 26:27-Niederlage in Wülfrath zugezogen hat.

Mit dem Rücken zur Wand

Für die HSG Vennikel wird die Situation von Woche zu Woche prekärer, was die Aufgabe für den neuen Trainer Dirk Ostermann nicht gerade leichter macht. Mittlerweile ist der Rückstand des Tabellen-Schlusslichts auf einen rettenden Platz bereits auf drei Punkte angewachsen. Damit steht die HSG in der Partie gegen die Turnerschaft Lürrip am Samstag bereits mit dem Rücken zur Wand. Zwar ist Regisseur Carsten Coß nach seiner Magen-Darm-Infektion wieder dabei, doch dürfte der Ausfall von Abwehrchef Christian Skelnik, der mit seinem Mittelfußbruch (die RP berichtete) vier bis sechs Wochen ausfallen wird, schwer zu kompensieren sein.

Das erste Aufeinandertreffen haben die Vennikeler zwar noch mit 25:24 für sich entschieden, doch die Vorzeichen sprechen diesmal für Lürrip. Die Gäste sind mit ihren vier Siegen in Folge so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Ganz anders sieht's beim Gastgeber aus, der aus den letzten vier Spielen lediglich einen Punkt holte.

Quelle: RP


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