Georgs Wechsel ist wichtig
zuletzt aktualisiert: 20.06.2008interview mit dem Trainer des Moerser SC, Georg Grozer senior
Vor einem erheblichen Umbruch steht Georg Grozer senior, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Moerser SC. Lukas Kampa, Georg Grozer junior, Guido Görtzen und wohl auch Ralph Bergmann werden in der kommenden Saison nicht mehr für das Team spielen. Zudem muss sich der MSC für zwei Jahre mit der unangenehmen neuen Hallensituation abfinden (die RP berichtete unter anderem gestern). Mit dem Coach der „Adler“ sprach Nils Jansen.
Haben Sie nach den jüngsten Ereignissen eigentlich noch Spaß am Job? Grozer Ja klar. Ich arbeite sehr gern als Trainer und vor allem auch sehr gern hier in Moers.
Warum ist das so? Haben Sie nicht das Gefühl, dass man Ihnen die Arbeit schwer macht?
Grozer Nein, keineswegs. Die personellen Entscheidungen sind nachvollziehbar und gehen so auch völlig in Ordnung.
Auch die jüngste Personalie, dass Ihr Sohn nach Friedrichshafen wechselt?
Grozer Auch diese, denn für Georg ist es ein Tapetenwechsel nach sechs Jahren in Moers, den ich für sehr wichtig halte. Das mag dem MSC im Moment vielleicht etwas schaden. Aber auch das muss man erst mal abwarten. Denn ich gehe davon aus, dass wir zur kommenden Saison eine gute Mannschaft haben werden.
Wie wollen Sie denn das Publikum in den nächsten zwei Jahren für sich gewinnen? Immerhin wird ja auch den Fans der Umzug in die Halle Adolfinum zugemutet sowie außerdem eine Moerser Bundesliga-Mannschaft, die drei bis vier Sympathieträger verloren hat.
Grozer Indem wir guten Sport bieten. Neue Spieler verdienen immer auch eine Chance, Sympathien zu gewinnen. Ich gehe davon aus – und so ist es auch mit der Vereinsführung abgestimmt –, dass wir uns wieder an den Top Vier in der Bundesliga orientieren. Das wird schwer, denn Friedrichshafen, Berlin und Unterhaching sind stark besetzt. Aber wir werden für dieses Ziel kämpfen.
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