Volleyball: Gesunder Konkurrenzkampf
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 15.01.2009Nach dem schwachen Spiel bei den Wuppertal Titans redet Trainer Georg Grozer vom Moerser SC Klartext bei der Teambesprechung. Heute Abend testen die "Adler" im Adolfinum gegen die Polizei-Nationalmannschaft.
Die über weite Strecken schwache Leistung des Moerser SC im Volleyball-Bundesligaspiel bei den Wuppertal Titans vom vergangenen Samstag ist aufgearbeitet. Trainer Georg Grozer nahm am Montag Abend mit der Mannschaft bei einer Teambesprechung nochmals Bezug auf die Situationen, die ihm im Spiel und auch neben dem Parkett nicht gefallen hatten – so auch das Verhalten von Aleksandar Ljubicic und Ivan Perez. "Ich habe allen Spielern deutlich gesagt, was ich von ihnen erwarte. Das war keine Diskussion, sondern eine klare Ansage. Damit ist die Sache für mich jetzt auch erledigt, und wir blicken nach vorn auf die Partie gegen Rottenburg am nächsten Sonntag."
Verständnis für Perez
Ivan Perez ist ein hoch emotionaler Spieler. Wenn der Puertoricaner im Verlauf der bisherigen Saison ausgewechselt wurde, konnte er seine Enttäuschung selten verbergen. So trat er in einer solchen Situation auch schon mal kräftig gegen die Wand im Adolfinum. "So ist er eben", zeigt Trainer Grozer aber Verständnis.
Perez und Ljubicic hatten sich mit ihrer Reservistenrolle nicht zufrieden gegeben und "schmollten" für den Geschmack Grozers deutlich zu viel (die RP berichtete). "Es zählt die Leistung – im Spiel und im Training. Ich sage nie vor dem Spieltag, wer zum Einsatz kommt. Drei oder vier Spieler stehen in der Basis fest – bei allen anderen warte ich bis zuletzt. Auch die Tagesform zählt", erläutert der MSC-Coach nochmals seine Haltung. Der junge Tim Broshog scheint derzeit an Ljubicic vorbei gezogen zu sein. Die Leistung des 205 Zentimeter langen Nachwuchsspielers in Wuppertal war aller Ehren wert. Vor allem die acht Blockpunkte stimmen Grozer zuversichtlich, "dass Tower auf dem richtigen Weg ist. Er gibt sich im Training viel Mühe und nimmt auch Ratschläge an."
Damit ist ein gesunder Konkurrenzkampf zwischen den drei Mittelblockern Renzo Verschuren, Ljubicic und Broshog entbrannt, der dem Team nur gut tun kann. "Ich denke, Sascha (Ljubicic) hat es inzwischen auch eingesehen, dass es besser ist, sich mannschaftsdienlich zu verhalten. Wir werden im weiteren Saisonverlauf noch alle Spieler brauchen."
Eine besondere "Trainingseinheit"
Heute Abend testet der MSC seine Form gegen die Polizei-Nationalmannschaft, die von Ex-Profi Olaf Becker trainiert wird. Im Adolfinum wollen die "Adler" diese besondere "Trainingseinheit" dazu nutzen, sich auf die beiden nächsten Bundesligaspiele gegen den TV Rottenburg am Sonntag und eine Woche später beim VCO Berlin einzustimmen. "Auch vor der Fahrt nach Berlin möchte ich noch ein Testspiel vereinbaren." Im Februar warten mit dem VfB Friedrichshafen, Generali Hachng und dem SCC Berlin dann die ganz "dicken Brocken" auf den MSC.
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