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Volleyball: Giorgio: „Italia fantastica“

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 09.05.2008

Der Abstecher nach Italien war für Georg Grozer junior eine schöne Erfahrung. Am Mittwoch kehrte der Kapitän des Moerser SC an den Niederrhein zurück. Als er seine Familie in die Arme schließen konnte, war er nur noch glücklich.

Info

„Quali“ ohne Grozer

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft spielt Ende Mai ohne Georg Grozer junior beim Olympia-Qualifikationsturnier in Düsseldorf. Nur wenn sich einer der Diagonalangreifer verletzt, rückt der Moerser noch nach. Ansonsten ist er für den Auswahl-Einsatz für die im Juni beginnende „European League“ vorgesehen.

Nur für drei Spiele half Georg Grozer junior beim italienischen Profi-Klub Esse-ti Carilo Loreto aus. Doch die zwei Wochen an der Adria-Küste reichten, um dem Kapitän des Volleyball-Bundesligisten Moerser SC ein besonderes Fazit zu entlocken: „Es war für mich eine Super-Zeit in Italien.“ Keine Spur von übermäßiger Enttäuschung darüber, dass er mit „seinem“ Team bereits im Viertelfinale der Play-off-Runde in der „A Due“, der zweiten Liga auf dem Appenin, nach zwei Niederlagen gegen Santa Croce ausgeschieden war.

Grozer: Bald ein Italiener?

Der Diagonalangreifer aus der Grafenstadt scheint bei den Italienern Eindruck hinterlassen zu haben. „Sie haben mich gefragt, warum ich nicht schon zur nächsten Saison kommen kann“, erklärte er gestern nach seiner Rückkehr an den Niederrhein lächelnd. Das klingt so, als ob der Abschied des MSC-Stars nach der Saison 2008/09 bereits beschlossene Sache sei. Seiner sportlichen Entwicklung würde ein Vereinswechsel wahrscheinlich nicht schaden. An einen Moerser SC ohne den Spieler Georg Grozer müssten sich Fans und Gegner in der Bundesliga allerdings erst einmal gewöhnen.

Der „Junior“ ist voll des Lobes über die Gastfreundlichkeit in Loreto. Als es bei meiner Ankunft regnete, kamen sie mit einem Schirm angelaufen, damit ich nicht nass werde“, erzählt er grinsend. „Sie haben alles getan, damit ich mich gleich wohl fühlte“, so Grozer weiter. Dazu gehörte eine schöne Wohnung mit Blick aufs Meer, ein Auto, eine erstklassige medizinische Betreuung, ein Fernseher und vieles mehr. „Was mich auch beeindruckt hat, war die angenehme Stimmung im Umfeld, obwohl wir so früh ausgeschieden sind. Kein Stress mit dem Präsidenten und viel Verständnis bei den Fans, weil wir uns sehr ordentlich präsentierten hatten.“

Die Liga ist offensichtlich sehr ausgeglichen, was Grozer zu der Bemerkung veranlasst: „In der Liga spielen 15 Teams, und jeder kann jeden schlagen – ganz im Gegensatz zu der Situation in der deutschen Bundesliga. Das haben mir die anderen Jungs aus Loreto mehrmals berichtet.“ Grozer spielte überzeugend und wunderte sich selbst über seine Aufschlagstärke: „Ich habe noch nie in meiner Karriere so viele Services hart und platziert geschlagen.“ Lag’s an der guten Luft in Italien, oder doch am Ball, der von einer anderen Firma produziert wird als die deutschen Fabrikate?

„Giorgio“, wie ihn die Fans aus Loreto nannten, ist zurück bei seiner Familie, was er sehr genießt. „Ich gebe ehrlich zu, dass ich auch Sehnsucht nach meiner Frau und meiner Tochter hatte. Jetzt bin ich froh, wieder bei ihnen zu sein.“

Quelle: RP

 
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