Volleyball: Haching hat einen Lauf
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 17.02.2009Da kann dem Pokalfinalgegner Moerser SC ja angst und bange werden, wenn er sich die jüngsten Erfolge des Bundesliga-Tabellenzweiten vor Augen führt. Trainer Georg Grozer strahlt allerdings Gelassenheit aus.
MSC ist zurzeit Fünfter
In der Tabelle der Volleyball-Bundesliga führt der SCC Berlin vor Generali Haching, dem VfB Friedrichshafen, den Netzhoppers Königs Wusterhausen und dem Moerser SC. Die "Adler" müssen am kommenden Sonntag in Haching antreten. Zudem steht noch am 22. März das Auswärtsspiel bei den Netzhoppers an, die wiederum noch gegen sämtliche vier Kontrahenten aus dem Spitzen-Quintett antreten müssen.
Mit einem weiteren Paukenschlag hat Generali Haching in der Volleyball-Bundesliga aufhorchen lassen. Der Pokalfinalgegner des Moerser SC gewann nach dem viel beachteten Heimsieg über den VfB Friedrichshafen nun auch das Auswärtsspiel beim Tabellenführer SCC Berlin mit 3:1. Wie reagieren die "Adler" auf diese Nachricht knapp drei Wochen vor dem Endspiel um den nationalen Pokal in Halle/Westfalen?
"Die Größten und die Schönsten"
MSC-Trainer Georg Grozer gab sich gestern gelassen. "Wir haben in der Hinrunde auch gegen Friedrichshafen und anschließend in Berlin gewonnen, genauso wie jetzt die Hachinger." Anschließend, so Grozer, habe man sich im Moerser Team als "die Größten und die Schönsten" gefühlt. Die spätere Siegesserie gegen schwächere Gegner habe ein trügerisches Gefühl der Selbstsicherheit ausgelöst. "Warum", so fragt er, "sollte es anderen Mannschaften anders gehen als uns? Speziell die Hachinger könnten nach ihrer jüngsten Erfolgsserie in eine ähnliche Euphorie verfallen wie damals der MSC.
Allerdings rechnet Grozer nicht damit, dass es dem Pokalgegner so ergehen wird. "Wir wären dumm, wenn wir auf die Fehler unseres Gegners warten würden. Stattdessen sollten wir zusehen, dass wir unseren Aufwärtstrend fortsetzen und zum Endspiel in Halle unsere Bestform abrufen können." Für das Geschehen in der Bundesliga sei der Sieg der Hachinger in Berlin nur gut.
"Das macht die Sache an der Tabellenspitze spannend. Wenn sich die ersten fünf Mannschaften immer gegenseitig die Köpfe einschlagen, sorgt das für viel Abwechslung. Erst am Ende der Normalrunde wird dann auch klar sein, wer sich am besten aus der Affäre gezogen hat. Ich verweise dabei auch auf die Niederlagen der anderen Favoriten bei den vermeintlich schwächeren Teams wie beispielsweise Friedrichshafen in Bad Dürrenberg."
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