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Volleyball: Hagens, die Eintagsfliege

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 19.06.2007

Der als Co-Trainer vorgesehene Niederländer hat dermaßen viele Termine, dass er fast bei jedem Training des Moerser SC fehlte: Folglich kam’s zur Trennung. Auch Sven Dörendahl und Nenad Jakovljevic kommen nicht.

Info

Zwei mit Verspätung

Am 9. Juli findet das erste Training des Moerser SC statt. Nicht alle Akteure wird Trainer Georg Grozer senior dann begrüßen können. Tuukka Anttilla zum Beispiel schaffte den Sprung in den Kader der finnischen Nationalmannschaft und wird somit zum Trainingsauftakt in der Grafenstadt fehlen. Bei Nikola Rosic kann sich eine solche Situation auch noch einstellen. Der Libero der serbischen Auswahl steht ebenfalls auf dem Sprung ins Nationalteam seines Landes.

Noch erholen sich die Bundesliga-Spieler des Moerser SC im Urlaub. Erst am 9. Juli wird Trainer Georg Grozer seine Volleyballer wieder zum Training bitten. Inzwischen hat sich freilich personell wieder Einiges getan: Der als Co-Trainer angekündigte Marcel Hagens (die RP berichtete) war nur ein einziges Mal beim Training des MSC. Der Niederländer hat nämlich ein Problem mit seinen Terminen. Cheftrainer Georg Grozer erklärte dazu gestern: „Ich brauche einen selbstständig arbeitenden Co-Trainer, der zwei Einheiten in der Woche vormittags absolviert. Das ließ sich bei Marcel mit seinen anderen beruflichen Terminen offenbar nun doch nicht vereinbaren.“ Folglich, auch das war gestern zu erfahren, haben sich der MSC und der ehemalige Zuspieler wieder getrennt, noch ehe die Zusammenarbeit im vollen Umfang aufgenommen worden war.

Grozer wünscht sich dennoch weiter die Unterstützung eines zweiten Übungsleiters. Überstürzen will er aber nichts und erklärt schmunzelnd: „Auch Stelian Moculescu hat lange Zeit gebraucht, ehe er den richtigen Mann gefunden hat. Bekanntlich machen die Herren in Friedrichshafen einen sehr guten Job.“ Schon in der vergangenen Saison arbeitete Grozer senior weitestgehend allein, nachdem er sich schon zu einem frühen Zeitpunkt vom damaligen Co-Trainer Alfred Gies getrennt hatte.

Eine weitere Personalie: Sven Dörendahl wird nicht zu den Moerser „Adlern“ wechseln. Der schon früher einmal in Moers aktive Zuspieler steht neuerdings mit dem VC Bad Dürrenberg/Spergau in Verbindung. Der Erstliga-Aufsteiger aus Sachsen hat mit Haroldas Cyvas zudem einen weiteren ehemaligen MSC-Spieler im Kader.

Somit steht MSC-Zuspieler Lukas Kampa zurzeit noch als einziger Regisseur auf der Teamliste der Grafenstädter Bundesliga-Profis. Die schlechten Erfahrungen der vergangenen Saison, als sich mit Kampa und Torben Tidick gleich zwei Spielverteiler innerhalb einer Saison verletzt hatten, sind für die sportliche Leitung des Vereins Mahnung genug. Die neue Spielzeit soll auf keinen Fall mit nur einem Zuspieler in Angriff genommen werden. „Wir setzen auf Lukas, und zwar langfristig“, betont derweil MSC-Präsident Günter Krivec. Unterdessen haben die Moerser aber auch Kontakt zu zwei Akteuren aus dem Ausland aufgenommen, die beide internationale Erfahrung aufweisen. Mit einem dieser beiden Kandidaten will der MSC denn auch einen Vertrag schließen. Namen will Krivec noch nicht nennen.

Withum ist einsatzfreudiger

Einen vermeintlichen Neuzugang hat der MSC-Chef indes wieder von der Kaderliste gestrichen. Nenad Jakovljevic wird nun doch nicht für die „Adler“ auf Punktejagd gehen. Der junge Angreifer aus dem Nachwuchsteam von Noliko Maaseik habe vor allem durch seine Einstellung enttäuscht. „Im direkten Vergleich mit Cordt Withum hat er im Spiel kaum Einsatz gezeigt. Jakovljevic hat erst spät mit dem Volleyballsport angefangen, und wir glaubten, ihn noch weiter nach vorn bringen zu können. Wenn er aber selbst die Bereitschaft dazu vermissen lässt, dann sollten wir uns besser gleich wieder trennen“, so Krivec.

Quelle: RP

 
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