Handball: Im Hinspiel – da war doch was
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 23.01.2009Bei den Handballfrauen des TuS Lintfort hat laut Bettina Grenz-Klein das Training mit den jüngsten Neuzugängen an Qualität gewonnen, was es nun im Spiel umzusetzen gilt. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich in Berlin.
Sonntagsstress
Um 9.10 Uhr treten die TuS-Frauen am Sonntag vom Hauptbahnhof Duisburg aus ihre Reise nach Berlin an. Von den Gastgeberinnen werden sie mit einem Bus abgeholt und zur Halle gefahren. Vor dem Anpfiff des Punktspiels steht noch ein Spaziergang auf dem Programm, um die Köpfe frei zu bekommen. Kurz nach Mitternacht wollen die Klosterstädterinnen wieder zu Hause sein.
"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", hallt es bei den Spielen im deutschen Fußball-Pokalwettbewerb häufig durch die Stadien. Das Erlebnis eines Trips in die Hauptstadt erwartet am Sonntag auch die Handballfrauen des TuS Lintfort. In der Zweiten Bundesliga gastieren sie beim Tabellensechsten BVG Berlin.
Wenn man die Lintforter Misserfolge in der Hinrunde der laufenden Saison Revue passieren lässt, dann fällt auf, dass der TuS gegen die Bundeshauptstädterinnen mit 22:25 die bislang knappste Niederlage einstecken musste. Und damals sah es nach 48 Minuten noch so aus, als könnten die Klosterstädterinnen das Parkett als Siegerinnen verlassen, denn zu diesem Zeitpunkt führten sie mit 22:17, erzielten allerdings hernach bis zum Abpfiff kein einziges Tor mehr. "Dieser Schock hat ganz wesentlich zum bisherigen miserablen Saisonverlauf beigetragen", sagt die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein.
Robuste Gangart
Berlin scheint vom Leistungsniveau nicht weit von Lintfort entfernt zu sein, verloren die Gastgeberinnen doch am letzten Spieltag beim Abstiegskandidaten TSV Nord Harrislee mit 25:26. Ihre Spielweise ähnelt der von Recklinghausen, und gegen diese Mannschaft hat der TuS zuletzt über 45 Minuten durchaus Paroli geboten. Um endlich wieder etwas Zählbares einfahren zu können, erwartet Bettina Grenz-Klein von ihren Spielerinnen mehr Cleverness und weniger Einzelaktionen. Die Abwehr muss sich auf das Berliner Tempospiel über die Außenpositionen einstellen. Es bleibt zudem abzuwarten, ob der BVG mit seiner bekannt robusten Gangart dem TuS den Schneid abzukaufen in der Lage ist.
Personell kann das Lintforter Team aus dem Vollen schöpfen. "Ich glaube durchaus an unsere Chance", betont die TuS-Trainerin. "Mit unseren jüngsten Neuzugängen hat das Training, in dem wir unser Hauptaugenmerk auf spielerische Akzente legen, deutlich an Qualität gewonnen. Jetzt gilt es nur noch, dies auch im Spiel umzusetzen und natürlich bis zum Umfallen zu kämpfen."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum