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Eiskunstlauf: In Pluschenkos Fußstapfen

VON JÜRGEN SCHROER - zuletzt aktualisiert: 13.12.2006

Der elfjährige Maxim Stiefel vom GSC Moers nimmt ab morgen an den Deutschen Jugendmeisterschaften der Eiskunstläufer in Oberstdorf teil. Eigens dafür ist er sogar von seiner Schule freigestellt worden.

Maxim Stiefel in und auf seinem Element.  bild: ulli dackweiler Foto: RPO
Maxim Stiefel in und auf seinem Element. bild: ulli dackweiler Foto: RPO

Oberstdorf ist das große Ziel von Maxim Stiefel. Dort befindet sich nicht nur eine Skisprungschanze, die im Rahmen der traditionellen Vierschanzen-Tournee zu Ruhm und Ehre gekommen ist, das kleine Allgäu-Städtchen beherbergt vielmehr auch das Bundesleistungszentrum für den Eiskunstlauf. Und ab morgen hat der elfjährige Schüler aus dem Rheinberger Stadtteil Budberg die Chance, in Oberstdorf für Furore zu sorgen. Denn dann beginnen die Deutschen Jugendmeisterschaften im Eiskunstlauf. Maxim Stiefel, der für den GSC Moers startet, geht in der Altersklasse A an den Start.

Mitschüler sind mächtig stolz

Info

Der GSC Moers

Maxim Stiefel startet für dieEiskunstlauf-Abteilung des GSC Moers. Dieser Verein ist der einzige Eissport-treibende Club in der Grafenstadt. Außerdem wird im GSC noch Eishockey betrieben. Bis vor einigen Jahren verfügte der Verein auch noch über eine Abteilung Eisstockschießen und eine Eishockey spielende Damenmannschaft.

Seit sechs Jahren hat er sich dem Eiskunstlauf verschrieben. Seine Mitschüler im Moerser Adolfinum sind mächtig stolz auf Maxim, der vor seiner ersten Teilnahme an einer nationalen Jugendmeisterschaft erstaunlich gelassen bleibt. Den Grund nennt er selbst: „Eine gewisse Nervenstärke, die man in meinem Sport auch unbedingt braucht, habe ich mir bei meinen zahlreichen Auftritten im Rahmen der Weihnachtsmärchen erworben.“ Diese pflegt der GSC alljährlich vor einer großen Zuschauerkulisse aufzuführen.

Heute fährt Maxim mit seinem Vater Hans und seiner Heimtrainerin Beate Mühlenkamp-Themann nach Oberstdorf. Worüber er besonders froh und dankbar ist: „Für meinen Start bei den Deutschen Meisterschaften bin ich von meiner Schule ganz offiziell freigestellt worden.“ Morgen muss der Budberger, der das Adolfinum im ersten Jahr besucht („Mathemathik ist eines meiner Lieblingsfächer.“), zur Kurzkür aufs Eis. Dafür hat sich Maxim Stiefel Musik aus dem Musical Grease ausgesucht. Am Samstag folgt die Kür. Zur Musik aus dem Film „Goonies“ muss Maxim den Punktrichtern zumindest drei Doppelsprünge zeigen. Da die Konkurrenz in Oberstdorf dem elfjährigen weitestgehend unbekannt ist, fällt das Einschätzen seiner Platzierung für ihn und seine Vereins-Trainerin sehr schwer. „Aber ich bin eine Kämpfernatur“, sagt Maxim. Der Elfjährige: „Mein großes Vorbild, dem ich in meiner sportlichen Laufbahn unbedingt nacheifern will, ist Jewgeni Pluschenko.“ Der vielfache Welt- und Europameister sowie Olympiasieger aus Russland ist für den jungen Aktiven des GSC in der Tat das Maß aller Dinge. Vielleicht auch deshalb, weil Maxims Mutter in Pluschenkos Heimat geboren wurde. Daheim in Budberg wird der jüngere Bruder des Eiskunstläufers ebenfalls die Daumen drücken. Der hat mit dem Sport, den Maxim ausübt, allerdings überhaupt nichts am Hut.

Das nächste Etappenziel hat Maxim auch schon ins Auge gefasst und das sind Drefach-Sprünge.

Quelle: RP

 
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