Ist Alsterquelle so freundlich?
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 12.06.2008Und lässt einen seiner beiden Top-Spieler daheim? In diesem Fall dürfen sich die Tennis-Asse der Herren-30-Mannschaft aus Schwafheim gute Chancen ausrechnen, ihre weiße Weste zu behalten.
Lediglich zwei Mannschaften aus der Nordgruppe der Zweiten Tennis-Bundesliga der Herren 30 dürfen nach deren zweiten Spieltag stolz auf ihre jeweils weiße Weste deuten. Der TV Schwafheim gehört dazu – wobei die am vergangenen Sonntag spielfreie Truppe von der Dorfstraße allerdings bislang erst einmal im Einsatz war.
Dennoch: Das 9:0 zum Saisonauftakt in Dortmund hat die ohnehin schon gute Stimmung im Schwafheimer Lager noch einmal anwachsen lassen. Da will Sportwart Fritz Milbich vorsichtig sein und die Euphorie bremsen. „Wir wollen die ersten drei Spieltage abwarten, dann können wir über eine neue Zielsetzung reden“, erklärt er. Die Anfangsspiele müssen dazu genutzt werden, die nötigen Punkte für den angestrebten Klassenerhalt so schnell wie möglich unter Dach und Fach zu bringen.
TVS denkt gern zurück
Mit besten Erinnerungen gehen die Herren 30 des TV Schwafheim ins Duell gegen die TG Alsterquelle. Am 8. Mai 2005 wurde der damalige Liga-Neuling aus Moers bei seinem Saisonauftakt im Hamburger Vorort mit Hagel empfangen und antwortete prompt mit einem Donnerwetter. Die Schwafheimer gewannen alle Einzelpartien und feierten am Ende mit einem 7:2-Sieg einen gelungenen Einstand in die Zweitbundesliga-Saison.
Der Ungar fehlte beim 4:5
Das soll auch die Devise vor dem ersten Heimspiel der Saison sein. Der Aufsteiger TG Alsterquelle Henstedt-Ulzburg reist am Sonntag nach Moers an. Für Schwafheim wäre das eine lösbare Aufgabe, wenn die Gäste so freundlich sein sollten, einen ihrer beiden Spitzenspieler zu Hause zu lassen. „In der vergangenen Woche haben sie auf den Ungarn Jozsef Krocsko verzichtet“, hat Milbich beobachtet. Da gab‘s dann auch prompt eine 4:5-Niederlage gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Raadt.
Mit Krocsko und dem Russen Dmytro Poliakov an seiner Seite hatte der Aufsteiger dagegen einen flotten Saisonstart hingelegt und aus Marienburg die Siegpunkte mit heim genommen. „Wenn beide Top-Spieler mit kommen, dann wird’s eine echte Aufgabe werden“, vermutet Milbich, der trotzdem auf einen Sieg seiner Auswahl hofft.
Team bleibt unverändert
Gutes Spiel in Dortmund, keine Verletzungen – da hat der TVS folglich keinen Grund, sein Team durcheinander zu wirbeln. „Wir lassen die Mannschaft unverändert“, gibt der Schwafheimer Sportwart die Aufstellung für den Sonntag bekannt. Marko Por soll sich also an oberster Position um Alsterquelles Besten kümmern, Guido van Rompaey spielt an zweiter Stelle. Viel Bedeutung wird den Spielen von Peter Vogel und Thomas Hunsmann zukommen. „In der Mitte sollten uns zwei Siege gelingen, das wäre schon die halbe Miete“, rechnet Milbich vor. Andre Deininger und Dirk Schaper komplettieren das Team der Gastgeber; für die Doppel steht mit Johannes Korneli ein weiterer Spieler bereit.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum